Symbolbild Schweinfurt
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Rettern helfen: Wie richtig reagieren bei Blaulicht und Martinshorn

Es geht um Menschenleben

Es passiert immer wieder. Oft ist es nicht mal beabsichtigt, sondern schlicht die Unwissenheit, wie man sich am besten verhalten soll. Da wir es für sehr wichtig halten zu informieren und dem „normalen“ Verkehrsteilnehmer auch zu zeigen, wie wichtig es ist „richtig“ im Straßenverkehr zu reagieren, möchten wir hier einen kleinen Überblick geben, wie man auch den Rettern helfen kann.

Nein, nicht jeder Einsatz ist ein Einsatz Leben und Tod – zum Glück. Dringend geboten sind viele Einsätze trotzdem. Wie lebensbedrohlich ein Notfall wirklich ist, wissen die Helfer vorher nie genau und können die Lage meist erst vor Ort einschätzen. Was aber wichtig ist: Wenn Rettungswagen, Feuerwehr oder Polizei mit Blaulicht fährt, geschieht das nie ohne Grund.

Wie richtig reagieren?

Grundsätzlich gilt, sobald ein Fahrzeug mit Blaulicht im Rückspiegel auftaucht und das Martinshorn zu hören ist, muss Platz gemacht werden. Aber dass nicht panisch, sondern immer darauf achten, dass man selbst keinen anderen gefährdet oder behindert. Bevor man weiterfährt sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, dass keine Folgefahrzeuge mit Blaulicht nachkommen. Gerade bei Feuerwehreinsätzen sind meist mehrere Fahrzeuge alarmiert.

Was tun?

Wenn ihr im Auto unterwegs seid und ein Martinshorn hört: Radio ausschalten und Fenster öffnen. So könnt ihr am besten feststellen, aus welcher Richtung das Einsatzfahrzeug kommt. Drei Grundregeln sind dabei zu beachten:

  • Ausschau halten, woher das Einsatzfahrzeug kommt
  • Abschätzen bzw. beobachten (Blinker), wohin die Retter wollen und
  • Überlegen, wie man ihnen am besten Platz verschafft

Wenn ein Einsatzfahrzeug von hinten naht, am besten an den Straßenrand fahren. Kommt es von der Seite, ist sofortiges Anhalten anzuraten. Dabei nicht vergessen, dass auch noch andere Verkehrsteilnehmer auf der Straße sind.

Ein hartes Bremsmanöver ohne Blick nach hinten kann leicht einen Auffahrunfall auslösen. Ein Ausweichmanöver kann den Autofahrer auf der benachbarten Fahrspur in Bedrängnis oder einen Radfahrer zum Sturz bringen.

Im Stau das Richtige tun! Doch was, wenn ein Einsatzfahrzeug sich von hinten nähert und es keine Ausweichmöglichkeit nach vorne gibt? Selbstverständlich ist es dann erlaubt und sogar geboten, ihm wenn möglich die Bahn durch Ausweichen auf einen Rad- oder Fußweg freizumachen.

Auch vor einer roten Ampel muss der Autolenker nicht stehen bleiben, wenn er der Feuerwehr durch ein Überqueren der Haltelinie mit seinem Wagen den Weg freimachen kann.

Aber Achtung: Alle Manöver, die hier ausnahmsweise zulässig und sonst von der Straßenverkehrsordnung verboten sind, verlangen größte Vorsicht. Kein anderer Fahrer, kein Radler oder Fußgänger darf durch das Verhalten in Gefahr gebracht werden!

Rettungsgassen auf Autobahnen und anderen Straßen

Auf Autobahnen und anderen Straßen mit zwei oder mehr Fahrspuren gebietet die Straßenverkehrsordnung, dass eine Gasse für die Retter freizuhalten ist. Diese ist auch zu bilden, wenn noch kein Einsatzfahrzeug zu sehen ist! Halten Sie die Gasse auch dann noch frei, wenn bereits mehrere Fahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr durchgefahren sind! Oft folgen weitere Fahrzeuge.

Bei Straßen mit zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung ist die Rettungsgasse zwischen diesen beiden Spuren vorzuhalten. Bei Straßen mit drei oder mehr Spuren halten Sie die Gasse zwischen der linken und der mittleren Fahrspur frei. Beim Heranrollen an einen Stau heißt es also, den Wagen frühzeitig nach links bzw. rechts einzuordnen und stets ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten, da dies ein späteres Ausweichen ermöglicht.

„Feuerwehr im Einsatz“

Manche haben dieses Schild schon gesehen und sich gefragt, wie man sich am besten verhalten soll und wenn ein Pkw mit dem, meist gelben Schild, auf dem Dach recht flott unterwegs ist.

Das Schild an sich gibt dem Fahrer keinerlei Sonderrechte und ersetzt kein Blaulicht. Hier handelt es sich um einen Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau, die auf dem Weg zum Feuerwehrhaus sind, da sie zu einem Einsatz gerufen worden sind.

Anders als beim Blaulicht und Martinshorn, ist es eine freiwillige Entscheidung, dem Fahrer Platz zu machen. Aber bitte immer daran denken: Auch hier sind die Retter auf dem Weg zum Einsatz und dankbar für jede Hilfe der Verkehrsteilnehmer. Umso zügiger sie beim Feuerwehrhaus sind, umso schneller können sie zum Einsatz.

Wichtig:

Jeder sollte daran denken, dass die Helfer nie zum Spaß unterwegs sind, sondern Menschen Hilfe brauchen. Man verdrängt es gerne, aber es kann unter Umständen um das Leben eines Familienangehörigen, eines Freundes oder eines Bekannten gehen.

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