Symbolbild Schweinfurt
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„Hochschulachse Schweinfurt“: Ledward-Kaserne wird zum Hochschul-Campus

Kasernen-Gelände wird zum Hochschul-Campus

Wenige Monate nach dem die US-Army Schweinfurt verlassen hat, gibt es nun konkrete Pläne für die Zukunft der ehemaligen Ledward-Kaserne in der Niederwerrner Straße.

Laut Angaben der Stadt Schweinfurt ist auf dem Gelände ein Hochschul-Campus geplant, wie Oberbürgermeister Sebastian Remelé mit den Staatssekretären Bernd Sibler und Gerhard Eck sowie Hochschul-Präsident Prof.Dr. Robert Grebner bekannt gegeben hat.

„Hochschulachse Schweinfurt“

Das bisherige zentrale Hochschulgebäude an der Ignaz-Schön-Straße, der Abrams Club und Ledward sollen künftig eine „Hochschulachse Schweinfurt“ bilden. Mit kurzen Wegen: Rund 350 m lang ist die Achse entlang der Richard-Strauß-Straße. Innen-Staatssekretär Gerhard Eck: „Dies ist eine einmalige Chance für die langfristige Entwicklung der FHWS.“

Um eine attraktive Nachnutzung haben sich die Stadt Schweinfurt, der Freistaat Bayern und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt gemeinsam bemüht. Im Februar hat die Stadt das Gelände von der Bundesrepublik Deutschland gekauft, nun sind auch die Weichen für eine erfolgreiche Folgenutzung gestellt.

Städtebaulicher Ideenwettbewerb

Die Stadt Schweinfurt und der Freistaat Bayern führen bereits in diesem Jahr gemeinsam einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für die Entwicklung des gesamten Ledward-Areals durch. Mit einbezogen wird auch das einstige Offizierskasino Abrams Club. Wissenschafts-Staatssekretär Sibler: „Mit dem städtebaulichen Wettbewerb des Freistaats Bayern und der Stadt Schweinfurt als Auftakt wird eine erfolgreiche Konversion der Ledward-Kaserne gelingen.“

Kernelement ist die Expansion der Hochschule auf das ehemalige US-Gelände. Dies ist ein sehr deutliches und starkes Bekenntnis des Freistaats zum Konversions- und Wissenschaftsstandort Schweinfurt. Zur Planung und Umsetzung wurde eigens eine interministerielle Steuerungsgruppe eingesetzt.

Studenten-Wohnungen und Erweiterung des i-Campus

Geplant ist, wesentliche Einrichtungen der Hochschule im östlichen Bereich des Geländes anzusiedeln (Ecke Niederwerrner Straße/ Franz-Schubert-Straße). Aber auch Wohnungen für Studierende werden in Ledward entstehen und bedarfsabhängig wird auch der i-Campus hier erweitert werden.

Der Freistaat wird diesen Bereich für die Hochschulnutzung zeitnah von der Stadt Schweinfurt erwerben, finanzielle Mittel sind im Landeshaushalt bereits eingestellt. Baubeginn ist voraussichtlich bereits 2017, hierfür sollen nach Abschluss des städtebaulichen Wettbewerbs weitere Mittel in den Doppelhaushalt 2017/18 des Freistaats eingestellt werden.

Parallel: Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber

Parallel will der Freistaat Bayern ab diesem Jahr vorübergehend eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber im westlichen Bereich der Ledward (Kasernenweg) betreiben. Den Teilbereich hat die Stadt zu diesem Zweck für fünf Jahre an den Freistaat vermietet.

Bereits währenddessen bleibt auf dem gesamten Ledward-Gelände genügend Raum für alternative Nutzungen, der nordöstliche Bereich beispielsweise ist als Optionsfläche für die Hochschule reserviert.

Neue Räume auf dem Ledward-Areal

Wenn die bisher im Campus II der Hochschule „am Grünen Markt“ untergebrachten Einrichtungen auf das Ledward-Areal umgesiedelt werden können, stehen diese Räume für neue Nutzungen bereit.

Das Gebäude hat die städtische SWG Stadt- und Wohnbau GmbH im Jahr 2012 fertiggestellt und an die Hochschule vermietet. Wenn die Hochschule das Gebäude nicht mehr benötigt, könnte es Perspektiven zur Lösung des Raumproblems der Schweinfurter FOS/BOS (OFRA-Bau) eröffnen.

Konversions- und Wissenschaftsstandort Schweinfurt

Oberbürgermeister Sebastian Remelé: „Wir haben frühzeitig intensive Gespräche mit dem Freistaat Bayern für eine erfolgreiche Zukunft des Ledward-Areals aufgenommen. Der Freistaat bekenne sich mit der Expansion der Hochschule und mit dem gemeinsamen städtebaulichen Wettbewerb klar zum Konversions- und Wissenschaftsstandort Schweinfurt.

„Schweinfurt ist durch die Aktivitäten zum i-Campus in der Öffentlichkeit ein ganzes Stück sichtbarer geworden“, so FHWS-Präsident Grebner. Mit der Schwerpunktsetzung auf Internationalisierung sei es nun gelungen, die Aufmerksamkeit zu erzeugen, die für eine eine Weiterentwicklung benötigt werde.

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