Symbolbild Schweinfurt
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Spitzengespräch in Berlin: Netzverknüpfungspunkt Grafenrheinfeld nicht zwingend notwendig

Anja Weisgerber mit Landkreis-Delegation im Bundeswirtschaftsministerium

Auf Initiative der Parlamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär und der Bundestagsabgeordneten Dr. Anja Weisgerber fand im Bundeswirtschaftsministerium ein Gespräch mit Vertretern der Landkreise Schweinfurt und Bad Kissingen über die umstrittene Stromtrasse SuedLink statt.

Staatssekretär Rainer Baake und der Parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer standen für den Austausch im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur Verfügung. Aus dem Landkreis Schweinfurt nahmen Landrat Florian Töpper, die stellvertretendes CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl, sowie Jens Wörner von der Bürgerinitiative „A7 Stromtrasse Nein“ teil.

„Bedarf muss nachgewiesen werden“

„Gemeinsam haben wir an höchster Stelle zum Ausdruck gebracht, dass vor dem Bau einer solchen Stromtrasse der Bedarf eindeutig nachgewiesen werden muss“, so Dr. Anja Weisgerber im Anschluss an das Gespräch. Weisgerber: „Wir konnten gegenüber den Staatssekretären deutlich machen, dass der Widerstand in der Region Main-Rhön sehr hoch ist.“

Insbesondere das Biosphärenreservat Rhön stelle ein Alleinstellungsmerkmal dar, das weiterhin geschützt werden müsse. „Aber auch der Netzverknüpfungspunkt Grafenrheinfeld ist aus unserer Sicht nicht zwingend und muss noch einmal kritisch überprüft werden“, so Weisgerber. Denn die Energiewende könne nur gemeinsam mit den Bürgern gelingen, und nicht gegen sie.

Schweinfurt mit drei Autobahnen und Stromtrassen stark belastet

Dem schließt sich auch Landrat Florian Töpper an: „Bereits jetzt ist der Landkreis Schweinfurt durch drei Autobahnen und zahlreiche bestehende Stromtrassen stark belastet.“ Mit 32 errichteten sowie elf genehmigte Windkraftanlagen leiste die Region darüber hinaus einen großen Beitrag zur Versorgung mit erneuerbarer Energie.

Der Landkreis und alle betroffenen Gemeinden würden  deshalb erwarten, dass kritisch geprüft werde, ob der Netzknoten Grafenrheinfeld für eine sichere Energieversorgung in Nordbayern zwingend notwendig sei, so Töpper.

Landkreis und Gemeinden fordern nachgewiesenen Bedarf

„Die Region Schweinfurt ist durch die Thüringer Strombrücke sowie die bestehenden Höchstspannungsleitungen bereits gut in das Netz integriert“, betonten Weisgerber und Töpper weiter.  „Wir erkennen die Notwendigkeit der Energiewende an“, so Edeltraut Baumgartl.

Der Landkreis und die betroffenen Gemeinden fordern jedoch, dass der Bedarf für SuedLink im Rahmen eines schlüssigen Gesamtkonzeptes nachgewiesen werde, betont Baumgartl, die wie der Landrat die Interessen aller betroffenen Gemeinden im Landkreis zum Ausdruck gebracht hat.

Gesprächsatmosphäre in Berlin

Sie verwies hierbei auch auf die Ergebnisses des bayerischen Energiedialogs, der gezeigt hat, dass der Netzausbau in der geplanten Dimension nicht notwendig und erforderlich sei.

Jens Wörner, Vorsitzender der Bürgerinitiative, lobte die gute Gesprächsatmosphäre in Berlin. „Das Gespräch im Bundesministerium war für mich eine gute Gelegenheit, die Argumente der Bürgerinitiative gegen SuedLink vorzubringen.“

Diese Meldung beruht auf einer Pressinformation von Dr. Anja Weißgerber.

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