Symbolbild Schweinfurt
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Engagement für Tschernobyl-Opfer

Ein zweites EKG für Strahlenopfer

Erwin Koch aus Hassfurt engagiert sich seit vielen Jahren für die Tschernobyl-Hilfe und wird dabei auch von der betriebsärztlichen Dienststelle der SKF GmbH in Schweinfurt unterstützt. Nachdem vor einiger Zeit bereits ein EKG von Schweinfurt in eine Kinderklinik nach Tscherkassy in der Ukraine ging, spendete SKF nun erneut dringend benötigtes medizinisches Gerät.

Geräte für Tscherkassy

Leitender Betriebsarzt Dr. Alfred Schneider übergab ein EKG-Gerät, einen Monitor, ein Ergometer, eine Zentrifuge, eine Liege, 50 Fieberthermometer sowie medizinische Berufskleidung an Erwin Koch, der zusicherte, die Gerätschaften schnell und zuverlässig an die psychiatrische Klinik in Tscherkassy zu liefern. Dort würden sie dringend gebraucht.

Erkrankungen bei Strahlenopfer

So berichtete Erwin Koch über eine erhebliche Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei strahlenbelasteten Personen. Besonders betroffen ist der Kreis der sogenannten „Liquidatoren“, die zur Beseitigung des radioaktiven Materials eingesetzt wurden. Ein weiteres EKG sei daher sehr hilfreich.

Hintergrund

Die Tschernobyl-Hilfe Hassberge organisiert in Deutschland vor allem medizinische Hilfsmittel für die ukrainische Stadt Tscherkassy, knapp 200 Kilometer südöstlich von Kiew. Dorthin wurden nach dem Tschernobyl-Gau sehr viele Menschen zwangsevakuiert. Die medizinische Situation wird als „katastrophal“ eingeschätzt. Erwin Koch erhielt für seine unermüdliche Arbeit 2012 den Friedenspreis der Stadt Würzburg.

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinformation der SKF.

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