Symbolbild Schweinfurt
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Würzburger Friedenspreis für „Schweinfurt ist bunt“

Preisvergabe an das Bündnis

Das Bündnis „Schweinfurt ist bunt“ wird in diesem Jahr mit dem 1.500 Euro dotierten Würzburger Friedenspreis ausgezeichnet – dies verkündete DGB-Chef Frank Firsching laut Angaben der Main-Post beim vergangenen Treffen des Leunkungskreises von „Schweinfurt ist bunt“. Am Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr findet die Preisübergabe im Foyer des Mainfrankentheaters in Würzburg statt.

Der Würzburger Friedenspreis

Das Würzburger Friedenspreis-Komitee setzt sich aus Initiativen und Einzelpersonen aus der Friedens-, Ökologie- und Menschenrechtsarbeit sowie Parteien zusammen und vergab die Auszeichnung erstmals anlässlich des 50-jährigen Gedenkens an die Zerstörung Würzburgs im Jahr 1995.

Ein Preisträger ist der im vergangenen Jahr verstorbene Schweinfurter Willi Erl, der 2009 für sein „beharrliches Engagement für Frieden und Völkerverständigung“ den Würzburger Friedenspreis erhielt. Erl war nicht nur Geschäftsführer des Deutschen Entwicklungsdienstes, sondern auch Mitglied der Schweinfurter Initiative gegen das Vergessen. Zudem arbeitete er für das Institut für Internationale Solidarität der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Über das Schweinfurter Bündnis

Das Schweinfurter Bündnis, das im Frühjahr 2010 gegründet wurde, umfasst insgesamt 70 Partnerorganisationen, Vereine und Parteien. Gegründet wurde es 2010, als die verbotene rechtsextreme Kameradschaft „Freies Netz Süd“ ihre Kundgebung bekannt gegeben hat und 10.000 Menschen damals auf die Straße gingen und demonstrierten.

Auch nachfolgenden Neonazi-Auftritten stellte sich das Bündnis mithilfe Ihrer guten Vernetzung und großen Anzahl an Demonstranten entgegen. Auch im Zuge des Einzugs von „die Rechte“ in Stammheim setzte sich das Bündnis solidarisch für Toleranz und einen bunten Landkreis ein. Ebenso betreibt das Bündnis aktiv Präventionsarbeit, Vorträge und Veranstaltungen, wie etwa zuletzt eine Ausstellung über die Opfer der NSU und deren Aufarbeitung im Rathaus.

Öffentliche Veranstaltung in Würzburg

Das Bündnis wird bei der Preisvergabe zum einen von Laudator Martin Becher vertreten, der seit 2011 Geschäftsführer der Projektstelle gegen Rechtsextremismus ist, und zum anderen wird Firsching auf der Bühne des Mainfrankentheaters stellvertretend für die 70 Bündnisgruppen drei Interviews führen mit Marietta Eder (SPD) als Vertreterin der Parteien, Schweinfurts evangelischer Dekan Oliver Bruckmann für die Kirchen und Jürgen Wilk (Bürgeraktion gegen Rassismus) für die Bürgergruppen. Musikalisch wird die öffentliche Veranstaltung von der DGB-Songgruppe umrahmt.

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