Symbolbild Schweinfurt
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Schnelle Nothilfe mitten in der Stadt

Defibrillator am Roßmarkt

In kaum einem anderen Moment ist Erste Hilfe so wichtig, wie bei einem plötzlichen Herzstillstand. Der Grund: Wenn ein Herz von einer Sekunde auf die nächste still steht, muss Hilfe schneller kommen als der Notarzt. In einem solchen Moment reicht Beatmung und Herzdruckmassage oft nicht aus. Am Schweinfurter Roßmarkt gibt es daher einen öffentlich zugänglichen Defibrillator. Aber konnte dieser tatsächlich schon Leben retten?

„Man kann nichts falsch machen“

Da die wenigsten Passanten in so einem Moment Erfahrung mit einem Defibrillator haben, zögern viele vor dem Einsatz des Gerätes. Curtis Bauer, Geschäftsführer von JuraMed meint dazu: „Man mann nichts falsch machen, außer man benutzt den Defibrillator nicht in so einer Situation.“ Das Gerät leite, nachdem man die Elektroden angebracht habe, ganz automatisch durch das Programm.

Seit 3 Jahren installiert

„In Schweinfurt kam der AED Defibrillator bisher nicht zum Einsatz“, so Bauer. „Der erste Einsatz kann heute, morgen oder in vier Jahren sein.“ Das Unternehmen für Medizintechnik installierte den Defibrillator Ende Juli 2012 im Zuge der Neuerungen am Roßmarkt. Finanziert wurde das Gerät für rund 900 Euro von den Stadtwerken Schweinfurt. Besonders, um zur Sicherheit innerhalb der Stadt beizutragen, entschlossen sich die Stadtwerke die Installation der schnellen Nothilfe  am Roßmarkt zu unterstützen.

Wiederbelebungsmaßnahmen

Wiederbelebungsmaßnahmen und Herzdruckmassagen sollten dennoch beherrscht werden, denn nicht immer handele es sich automatisch um einen Herzstillstand, wenn jemand ohnmächtig wurde und das Bewusstsein verliert hat. Bauer: „Aber selbst das sagt einem der Defibrillator.“ Denn das Gerät zeige an, ob die zu versorgende Person das Gerät benötige oder nicht.

„Jeder kann das Gerät verwenden“

Jeder Laie und Passant könne das Gerät in einer Notsituation verwenden, so Bauer. Die Bevölkerung müsse dazu allerdings wissen, dass es einen Defibrillator vor Ort gibt. In Derching beispielweise habe es vor wenigen Jahren einen Fall gegeben, bei dem jemand verstorben sei, bis der Notarzt kam, obwohl nur wenige Meter weiter ein Defibrillator installiert war, so Bauer. Deswegen sei es auch so wichtig, dass man über Defibrillatoren an öffentlichen Plätzen wie den Roßmarkt aufklärt, damit die Bevölkerung diese in Notsituationen einsetzen kann.

 

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