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Nach Uneinigkeiten: Stepputat verlässt Stadtwerke

Stepputat verlässt Stadtwerke

Thomas Stepputat verlässt die Stadtwerke Schweinfurt GmbH. Der bisherige Geschäftsführer wurde in der gestrigen Aufsichtsratssitzung des städtischen Tochterunternehmens auf eigenen Wunsch hin abberufen. Seit Frühjahr 2011 hatte der Diplom-Kaufmann das Unternehmen geleitet.

Berufliche Veränderung

Stepputat hatte dem Aufsichtsratsvorsitzenden Oberbürgermeister Sebastian Remelé mitgeteilt, dass er eine berufliche Veränderung anstrebt. Auch unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Personalführung sowie in Bezug auf die strategische Ausrichtung des Betriebs haben dazu geführt.

„Schwierige Phase“

„Es ist meine Pflicht als Aufsichtsratsvorsitzender, ein gutes Betriebsklima und einen wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu gewährleisten“, sagt OB Sebastian Remelé. „Mein Dank gilt daher dem Betriebsrat der Stadtwerke, mit dem auch in dieser schwierigen Phase ein vertrauensvoller und konstruktiver Umgang möglich war.“

Uneinigkeiten

Uneinigkeit zwischen der Stadt und Geschäftsführer Stepputat gab es aktuell auch bei der Frage der Notwendigkeit von Investitionen in das städtische Versorgungsnetz im sogenannten Fotojahr. Dieses ist maßgeblich für die künftigen Erlösgrenzen des Unternehmens.

„Eine Einrichtung der Daseinsvorsorge“

„Wir sind nun dabei, ausgebliebene Investitionen in die Netze nachzuholen, schließlich sind sie das Kapital für eine zukunftssichere Versorgung unserer Stadt“, so OB Sebastian Remelé. „Darüber hinaus sehe ich die Stadtwerke als eine Einrichtung der Daseinsvorsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger, und nicht als Wirtschaftsunternehmen, bei dem das Gewinnstreben an erster Stelle steht.“

Vorübergehende Geschäftsführung

Vom Aufsichtsrat kommissarisch als Geschäftsführer berufen wurden die Prokuristen Jörg Sacher, bislang Leiter des Vertriebs, und Dirk Wapki, Leiter des Kaufmännischen Service. Sie vertreten die Stadtwerke ab sofort gemeinschaftlich, bis eine neue Geschäftsführung geregelt ist. Auch die Stadtwerke-Tochter Mainfranken Regenerativ GmbH wird kommissarisch von den beiden geführt. Die Werkleitung des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung übernimmt ab sofort der städtische Referent und Jurist Jan von Lackum.

Nachfolger gesucht

„Wir suchen nun nach einer geeigneten Nachfolge für die Geschäftsführung und werden die Stelle zeitnah bundesweit ausschreiben“, so der OB.

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinformation der Stadt Schweinfurt.

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