Symbolbild Würzburg
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Urlaubsregelung bei Arbeitslosigkeit

Urlaubspläne müssen abgestimmt werden

Ähnlich wie Beschäftigte mit dem Arbeitgeber müssen Arbeitslose den geplanten Urlaub vor Beginn mit der Arbeitsvermittlung abstimmen. Einen Urlaubsanspruch wie bei Beschäftigten gibt es für arbeitslose Menschen nicht. Wer seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht verlieren will, muss grundsätzlich immer persönlich für die Agentur für Arbeit unter der von ihm benannten Adresse erreichbar sein und die Agentur auch täglich aufsuchen können. So ist sichergestellt, dass jederzeit geeignete Arbeitsangebote unterbreitet werden können.

Bis zu drei Wochen im Jahr

Dennoch ist es natürlich auch bei Arbeitslosigkeit möglich, in den Urlaub zu fahren. Die Arbeitsagentur stimmt in der Regel einer Ortsabwesenheit von bis zu drei Wochen im Jahr zu, für die das Arbeitslosengeld weitergezahlt wird. Voraussetzung ist dabei, dass die berufliche Eingliederung in dieser Zeit voraussichtlich nicht beeinträchtigt wird. Es darf sich also kein Arbeitsangebot verzögern, kein Vorstellungsgespräch versäumt werden oder keine Weiterbildung verschieben

Auswirkungen bei Abwesenheit

Unabdingbare Voraussetzung ist aber, diese geplante Ortsabwesenheit vorher, am besten ca. eine Woche vor dem geplanten Beginn, mit der zuständigen Vermittlungsfachkraft der Arbeitsagentur abzustimmen. Dabei kann auch geklärt werden, wie sich eine länger als drei Wochen dauernde Abwesenheit auswirkt.

Ohne Abstimmung kein Geld

Wer ohne Zustimmung der Arbeitsagentur in Urlaub fährt oder die Abwesenheit über den genehmigten Zeitraum verlängert, verliert seinen Leistungsanspruch ab Beginn der Reise und muss die zu Unrecht erhaltenen Leistungen zurückzahlen. Erst nach erneuter persönlicher Arbeitslosmeldung kann dann wieder Arbeitslosengeld gezahlt werden.
Informationen zu diesem Thema sind ausführlich in dem Merkblatt „Wissenswertes zum Thema Umzug und Reisen“ zu finden. Es ist bei der Agentur für Arbeit erhältlich und ist auch im Internet zu finden unter www.arbeitsagentur.de > Bürgerinnen und Bürger > Arbeitslosigkeit > Arbeitslosengeld > Zusatzinformationen > Broschüren.

Bei Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) gelten abweichende Bestimmungen. Kunden der Jobcenter sollten sich aber ebenso unbedingt vor einer Ortsabwesenheit mit dem zuständigen Jobcenter in Verbindung setzen um Nachteile zu vermeiden.

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinformation der Agentur für Arbeit Schweinfurt.

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