Symbolbild Würzburg
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Arbeitshilfe zum Engagement für junge Flüchtlinge

Arbeitshilfe für Ehrenamtliche

„Wir sind stolz darauf, diese Arbeitshilfe erstellt zu haben“, leiten die beiden Bezirksjugendringvorsitzenden André Gersdorf (Bezirksjugendring Oberbayern) und Carsten Reichert (Bezirksjugendring Unterfranken) die Vorstellung der Arbeitshilfe „Auf der Flucht“ im Rahmen der Pressekonferenz am 21. Juli in München ein. In der Tat waren es diese beiden Jugendringe, die sich als Erste in Bayern mit dieser Thematik beschäftigt haben.

Von der Idee zur Umsetzung

Den Startschuss gab der Herbstausschuss des Bezirksjugendrings Oberbayern im November 2014. Dort wurde der dringende Bedarf an Engagement zum Thema Flüchtlinge in der Jugendarbeit, sowie an konkreten Hilfestellungen zur Umsetzung von Projekten festgestellt.  Daraus resultierte noch am selben Tag der Beschluss, dass es eine Arbeitshilfe zum Engagement für junge Flüchtlinge geben solle. Gemäß der Zielsetzung der Bezirksjugendringe, sich für die grundlegenden Bedürfnisse und Lebensbedingungen junger Menschen einzusetzen und für die Stärkung und Erweiterung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter/innen in der Jugendarbeit zu sorgen, stellen wir uns auf diese Weise der Verantwortung und leisten unseren Beitrag.

Zugang zur Jugendarbeit herstellen

Kurz darauf wurde der Autor Manuel Wenda (Master of Social Work – Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession) mit ins Boot geholt, um Interviews zu führen und zum Thema zu recherchieren. In dieser Phase entstand die Idee, die Arbeitshilfe als gemeinsames Projekt der BezJR Obb und Unterfranken umzusetzen. Beispielprojekte aus beiden Bezirken sollen so einen Querschnitt des aktuellen Engagements der bayerischen Jugendarbeit im Umgang mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung abbilden.

„Diese Arbeit kann von hauptberuflichen Strukturen gar nicht geleistet werden“ fasst Manuel Wenda seinen Eindruck nach dem Besuch der verschiedenen Projekte zusammen: „Es ist notwendig, dass die Ehrenamtlichen mitmachen und die Arbeitshilfe will Hilfestellung geben, den Zugang zur Jugendarbeit herzustellen.“

Zielsetzung und Struktur der Arbeitshilfe

Intention der Arbeitshilfe ist es, eine Hilfestellung für die Umsetzung und Durchführung von Projekten mit und für junge Menschen mit Fluchterfahrung zu geben. Die Arbeitshilfe wendet sich vorrangig an ehrenamtlich Engagierte in der Jugendarbeit. Die Struktur lehnt sich an klassische Projektplanung an und macht eine direkte Übertragung in die Arbeitsweise der Jugendarbeit möglich. „Natürlich muss in allererster Linie der Wille da sein, etwas leisten zu wollen“, erläutert Carsten Reichert. André Gersdorf ergänzt, dass „die Arbeitshilfe das Ziel verfolgt, unseren Ehrenamtlichen etwas an die Hand zu geben“, um selbst Angebote zu entwickeln.

Der Einstieg in die Thematik gelingt durch eine Bestandsaufnahme zur Situation junger Menschen mit Fluchterfahrung und dem daraus abgeleiteten Bedarf in der Jugendarbeit. Anhand von vier Best Practice Beispielen wird herausgearbeitet, wie Projekte entstehen können und was entscheidend zum Gelingen beigetragen hat. Diese Ansatzpunkte leiten zum Hauptteil der Arbeitshilfe über: der Umsetzung von Projekten (Start, Verlauf, Evaluation).

Zu jedem dieser Arbeitsschritte bietet die Arbeitshilfe wichtige Anhaltspunkte, Tipps und Denkanstöße, welche Herausforderungen beachtet werden müssen und wie Probleme umschifft werden können.

Download und Bestellung

Für alle Interessierten steht die Arbeitshilfe ab sofort zum Download auf den jeweiligen Websites der Bezirksjugendringe Oberbayern und Unterfranken bereit.

Über den Jugendring

Wir sind die Interessensvertretung der Jugendverbände und Jugendringe in Oberbayern/Unterfranken und unterstützen deren Anliegen sowie die der Offenen und Kommunalen Jugendarbeit.  Wir sind Ansprechpartner in allen fachlichen und strukturellen Fragen der Jugendarbeit. Unser größtes Augenmerk gilt der Weiterentwicklung der politischen und strukturellen Rahmenbedingungen für Kinder- und Jugendarbeit, dem Einsatz für die grundlegenden Bedürfnisse und Lebensbedingungen junger Menschen und der Stärkung und Erweiterung der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter/innen in der Jugendarbeit.

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinformation des Bezirksjugendring Unterfranken des Bayerischen Jugendrings KdöR.

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