Symbolbild Schweinfurt
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Klowand-Gekritzel 2.0: „Jodel“-App erobert Hochschulen

Anonymer Kontakt und Kommilitonen

„Man sitzt im Tutorium und die Person neben einem fängt an schmatzend Karotten zu essen. #purerhass“ – Was früher die Studis vielleicht auf die Klowand gekritzelt hätten, taucht nun in der App „Jodel“ auf. Wie eine Art digitale Pinnwand fungiert die App für den eigenen Umkreis. Ein „Jodel“ erscheinen völlig anonym und für die Verwendung ist kein Profil notwendig, so kann man auch einmal etwas sagen oder fragen, was man sich sonst vielleicht nicht getraut hätte. Antworten kann ebenso jeder und so mit den anonymen Kommilitonen in Kontakt treten.

Die Uni im Jodelfieber

Für Studenten entsteht so eine ganz neue Art des Austauschs, viele trauen sich durch die Anonymität der App ihren Frust rauszulassen, eine Meinung kundzutun und Fragen zu stellen. Natürlich wird auch an der Uni Würzburg fleißig gejodelt. Öffnet man die Pinnwand in Würzburg, wird über hiesige Themen diskutiert, man liest Humorvolles oder wie es den Studierenden bei ihren Prüfungen erging. Man liest auch immer wieder Jodel, wie etwa: „Allen Wiwis viel Glück bei Mathe“. Durch die Vernetzung haben auch schon viele Studenten eine Hilfestellung ihrer Kommilitonen erhalten. Und es wird aus dem Alltag der Studenten gejodelt, auch mal peinliche Dinge.

Lernstress und Sex

Die ganz großen Themen in der Würzburger „Jodel“-Community? Natürlich der momentane Lernstress, ob in der Bib oder am heimischen Schreibtisch. Aber die Anonymität triggert natürlich auch ganz andere Themengebiete, u.a. pikante Details aus dem Sexleben der Würzburger Studis – oder das, was sie gerne hätten. Da geht’s, ganz soft, um den Flirt im Bus, den Ex-Freund oder auch, wie man in der WG am besten Pornos schaut. Sex und Lernen unter einen Hut bringen, wohl gar nicht so einfach. „Schon mal während des Sex gejodelt?“ Haben wohl 9 Jodler schon mal, in der einen oder anderen Version, gemacht.

Dass die Anonymität nicht nur Gutes mit sich bringt, war auch den Machern von Anfang an klar. So muss man, will man sein erstes „Jodel“ absetzen, den „10 Jodel-Geboten“ zustimmen. Die User können darüber hinaus Beiträge melden, vor allem können sie aber selbst beeinflussen, was auf der Plattform bleibt. Bekommt ein Beitrag nämlich 5 Down-Votes, verschwindet er automatisch. Außerdem kann man nur Fotos posten, die man direkt in dem Moment schießt und keine aus dem Handy-Speicher, Links können gar nicht veröffentlicht werden.

Verwendung der App

Die Handhabung ist denkbar einfach, klickt man auf ein Plus-Symbol im unteren Teil des Smartphone-Bildschirms kann man selbst einen „Jodel“ verfassen, klickt man auf einen fremden „Jodel“ wird einem die Option „Zürückjodeln“ angezeigt. „Jodel“ können hochgevotet werden, indem man ihnen einen Punkt gibt, aber, im Gegensatz zu vielen sozialen Medien, können auch Minuspunkte verteilt werden. So kann man sich aus der aktuellen Umgebung, in der man sich befindet, die neuesten „Jodel“, die lautesten „Jodel“ oder diejenigen, bei denen am häufigsten zurückgejodelt bzw. geantwortet wurde, anzeigen lassen.

Viele Geschichten, aber keine Plattform

An deutschen Hochschulen hat sich die App zu einem Renner entwickelt und so scheint sich, trotz der Anonymität, durchaus eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln. Viele Geschichten, aber keine Plattform, um sie miteinander zu teilen – So entstand die Idee der App unter vier Studenten der RWTH Aachen. Aber nicht nur in Deutschland, auch in Spanien, den Niederlanden, Schweden, Österreich und in der Schweiz wird gejodelt.

Aber warum eine App namens „Jodel“? Die Macher der App fanden den Namen „Jodel“ einfach witzig, dennoch wird ja auch beim Jodeln über weite Distanzen hinweg kommuniziert und das oft anonym. Die App für iOS findet Ihr hier, für Android hier.

Die Würzburg erleben-App im neuen Design

Kennt Ihr eigentlich schon die Würzburg erleben-App? Erst kürzlich wurde sie einem umfangreichen Update unterzogen und kommt nun in einem neuen, modernen Design daher. Natürlich versorgt sie Euch auch weiterhin mit News und tollen Specials aus Würzburg. Zum Download geht’s hier. 

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