Symbolbild Würzburg
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Radfahrausbildung für Asylbewerber

Junge Eritreer auf Rädern

HAMBACH: Seit 08.Juli 2015 leben fünf Asylbewerber aus Eritrea im Alter von 13 bis 15 Jahren in Hambach. Da die Jugendlichen fast täglich mit ihren Fahrrädern im Ort unterwegs sind, baten die zuständigen Betreuer des Kolpingwerks die Verkehrserzieher der Polizei Schweinfurt, den jungen Menschen die deutschen Verkehrsregeln nahe zu bringen.

Die theoretische Einweisung und die praktischen Übungen wurden von den Verkehrserziehern der Polizei Schweinfurt, PHK Riegler, PHK Seubert und PHMin Ruppert übernommen. Zunächst musste die Sprachbarriere überwunden werden.

Zwei Tage lang geübt

Dies gelang einerseits durch die Unterstützung einer eritreischen Familie aus Schweinfurt, die den Jungs alles übersetzte und andererseits durch wiederholtes praktisches Vorführen der einzelnen Übungen durch die Polizeibeamten.  Geübt wurde zwei Tage lang auf dem Verkehrsübungsplatz in Hambach, auf dem sonst die Schüler und Schülerinnen der vierten Grundschulklassen ihre Fahrradausbildung absolvieren.

Die Jugendlichen trainierten in der ersten praktischen Übungseinheit, die sich über zwei Schulstunden erstreckt u.a.

  • das Anfahren vom Fahrbahnrand
  • das Vorbeifahren an Hindernissen
  • die richtige Anwendung der Vorfahrtsregel „Rechts vor Links“

Dolmetscher vermittelt Verkehrszeichen

Am nächsten Tag konnten den Asylbewerbern dank der Dolmetscher die Bedeutung der unterschiedlichen Verkehrszeichen vermittelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt in diesen zwei Stunden war das Linksabbiegen. Mit viel Begeisterung und Wissbegierde übten die jungen Teilnehmer des dreitägigen Kurses die Grundlagen des Abbiegens und der Vorfahrt.

Am letzten Tag durften Aron, Musie, Henok, Asmarom und Aron bei verschiedenen Fahrten durch Hambach ihr Können unter Beweis stellen. Begleitet von jeweils zwei Polizeibeamten und der zuständigen Betreuerin, Frau Birgit Zirkelbach, fuhren sie in Kleingruppen äußerst motiviert durch Hambach.

Eisdielenausflug

Da die Jungen sich ordentlich angestrengt hatten, gab es noch eine spontane Abschlussfahrt nach Dittelbrunn. Dort wurden die Eritreer von einem freundlichen Eisdielenbesitzer zu einem Eis eingeladen. Frisch gestärkt ging’s dann zurück nach Hambach. In diesen drei Tagen haben die jungen Menschen aus Eritrea viel dazugelernt, was ihrer Sicherheit im Straßenverkehr dient. Andererseits haben auch die Polizeibeamten viel über die Herkunftsländer ihrer Schützlinge erfahren.

Dieser Artikel beruht auf einem Pressebericht der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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