Symbolbild Schweinfurt
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Süßwasserquallen im Ellertshäuser See

Seltene Badegäste

Einen außergewöhnlichen Fund machte die Schweinfurterin, Heidi Neubert, im Ellertshäuser See: Kleine Süßwasserquallen mit fadenförmigen Tentakeln tummelten sich in dem Badesee bei Ebertshausen. Auf den ersten Blick sind die winzigen Tiere kaum zu erkennen, da ihr Durchmesser kaum größer als 2 bis 2,5 cm beträgt. Die Süßwasserqualle kann zwar in warmen, stehenden Gewässern wie Baggerseen, Kiesseen oder Flusspassagen vorkommen, ist aber ein eher seltener Badegast. Aber wie gelangten die Süßwasserquallen in den See?

So groß wie ein Zweieurostück

Am Seerand, nahe der Liegewiese, entdeckte Heidi Neubert die kleinen Quallen, die kaum größer als ein Zweieurostück sind. Bei genauerem Hinschauen lassen sich die hauchdünnen Fangarme wie bei einem Brautschleier erkennen – Und somit auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Verwandten, wie der Feuerqualle, auch Leuchtqualle genannt. Mit einem großen Unterschied allerdings, denn die Süßwasserquallen sind für Menschen absolut harmlos und haben auch nichts mit einer mangelhaften Wasserqualität zu tun.

Verschiedene Verbreitungswege

„Da die Natur kein abgeschlossenes System ist könnten die Quallen über verschiedene Verbreitungswege, wie etwa durch Tiere oder Organismen, in den See gelangt sein“, erklärt Dagmar Mußhoff, Fachbereichsleiterin Monitoring, Hydrologie und Warendienste, des Wasserwirtschaftsamtes Bad Kissingen. Möglich sei, dass Vögel die kleinen Tiere in den See eingetragen haben oder aber die Verbreitung durch Segelboote, die zuvor auf anderen Gewässern unterwegs waren, so Mußhoff. Von einer Massenverbreitung geht die Fachbereichsleiterin allerdings nicht aus.

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