Symbolbild Schweinfurt
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Neuer Arbeitskreis der SPD: Belebung der Innenstadt

Belebung der Innenstadt und Bewahrung alter Bauten

Die Schweinfurter Innenstadt soll belebter und gleichzeitig sollen alte Bausubstanzen bewahrt werden – Dieses Vorhaben hat sich laut Angaben der Main Post ein neu gegründeter offener Arbeitskreis der SPD gesetzt. Insgesamt setzt sich der derzeit noch namenslose Arbeitskreis (AK) aus sechs Akteuren zusammen, von denen die Hälfte parteilos sind. vertreter des AK stellten erste Ideen wie beispielsweise ein Industriemuseum und einen Viktualienmarkt nach Münchner Vorbild in Schweinfurt vor.

Diskussionen anregen

Der AK wolle mit seinen Vorschlägen öffentliche Diskussionen anregen, da laut Sprecher und Stradtrat Peter Hofmann die Stadt trotz immer wieder aufkommender Ideen zur Belebung der Innenstadt dennoch hinter her hinke, so schreibt die Main-Post. Laut Dieter Bauer, Mitglied des AK, läge das auch am fehlenden Antrieb von Seiten des Rathauses: „Nur verwalten geht nicht, man muss auch gestalten.“ Um Ideen zur Belebung der Stadt zukünftig auch umsetzen zu können, kündigte Hofmann daher an, diese „in Form von Anträgen“ in die Ausschüsse und den Stadtrat zu bringen.

Skulpturenweg

Um Gäste gezielter durch die Innenstadt zu führen, schlägt der Arbeitskreis einen Skulpturenweg zwischen dem Museum Georg Schäfer und der Kunsthalle vor, da diese für viele Besucher Hauptanziehungspunkte seien. Mit wenigen Kunstobjekten könne man auf dem geforderten Skulpturenweg beginnen, wie bereits durch die aufgestellten und gesponsorten Kunstobjekte (Stele Lichtzeichen am oberen Markt, Chrom-Nickel-Skulptur Rathaus-Innenhof) in der Innenstadt umgesetzt.

Unterirdische Keller

Die vielen noch erhaltenen Gewölbekeller und unterirdischen Gänge der Stadt wolle Hofmann zum einen bewahrt und geschützt wissen und zum anderen zum Teil für die Bürger zugänglich machen. Von der Stadt fordere er daher eine Bestandsaufnahme sowie Begehungsmöglichkeiten durch die Öffentlichkeit, so berichtet die Main-Post. Hofmann fordere außerdem das Ende des „Raubbaus“ und Verschwinden von alten Hagenmeyer-Kellern, wie in der Apostelgasse und bald im Fischerrain, so die Main-Post.

Stadttore und Türme

Wie am Jägersbrunnen bereits umgesetzt, soll durch Hinweise und Tafeln über den ehemaligen Verlauf der Stadtmauern und Stadttore sowie Stadtmauertürme informiert und an diese erinnert werden. Die Standorte seien laut Michael Kupfer vom Arbeitskreis bekannt, wie die Main-Post berichtet. Er schlägt den Einsatz des Bauhofs vor um Kosten zu sparen.

Viktualienmarkt nach Münchner Vorbild

Der Arbeitskreis wolle besonders in Zeiten des sich verstärkenden Onlinehandels Anreize dafür schaffen, dass „sich die Bürger gerne in der Innenstadt aufhalten“, so Thomas Bauer. Daher fordert der AK einen Viktualienmarkt nach Münchner Vorbild vor, der die Interessen der Bürger und der Geschäftswelt bündele, so die Main-Post. Einen dauerhaften Markt mit fest installierten Buden hinter dem Rückert-Denkmal in Richtung Johanniskirche schlägt der AK hierfür vor.

Industriemuseum

„Wir haben viel auf Lager, aber wir zeigen es nicht“, bedauert Dieter Bauer vom AK. Er fordere laut Angaben der Main-Post daher ein Industriemuseum, in dem Schweinfurt die Chance nutze, seine Historie darzustellen. Im Zuge dessen erinnert er an die vielen im Depot bei der Feuerwehr schlummernden Exponate und die Sammlung des Arbeitskreises Industriekultur, die man darin ausstellen könne. Als Standort schlägt er neben dem EX-US-Gelände leer stehende Immobilien wie OBI am Hainig oder Mercedes in der Gartenstadt vor.

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