Symbolbild Schweinfurt
Symbolbild Schweinfurt

Gewalt gegenüber Polizisten nimmt zu

Steigende Zahlen für Unterfranken

Insgesamt gab es 2014 nach Auskunft einer Sprecherin des Polizeipräsidiums 646 Fälle von Gewalt an unterfränkischen Polizisten, Taten wie Beleidigungen, Schläge, Tritte und Bespucken eingeschlossen, so berichtet der BR. Von den 646 Fällen wurden insgesamt 192 Beamte im Bereich des Polizeipräsidiums Unterfranken verletzt, 2013 waren es 20 Fälle weniger.

Alkohol und psychische Störungen

Bei rund 60 Prozent dieser Fälle sei Alkohol im Spiel, wie auch in einem Fall vom 30. Juni, der sich in Schweinfurt abspielte. Auch würden psychische Störungen in einigen Fällen eine Rolle spielen. Auffällig sei zudem, dass Angriffe oder Androhungen von Gewalt meist durch bereits polizeilich bekannte Personen erfolgen. Dabei gäbe es laut Angaben des BR keine Hinweise auf eine generelle Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung gegenüber der Polizei.

Um die Hälfte zugenommen

Diese Zahlen stimmen laut Angaben des BR mit den Ergebnissen einer aktuellen Studie der Kriminologischen Forschungsgruppe der Bayerischen Polizei überein. Laut der Langzeitstudie haben Widerstandshandlungen gegen bayerische Polizeibeamte seit Ende der 1980er Jahre um etwa die Hälfte zugenommen, so schreibt der BR. Um 54,4 Prozent sei demnach die Zahl der Fälle von „Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte“ zwischen 1988 und 2009 gestiegen.

Verstärkte Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes forderte daher erst kürzlich Innenminister Joachim Hermann (CSU) bei der Jahrestagung des „DBB Beamtenbund und Tarifunion“, so der BR.

 

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT