Symbolbild Schweinfurt
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Stellenabbau bei Schaeffler

Stagnierende Umsätze

Schaeffler will die Sparte Industrie neu gestalten, um die seit Jahren stagnierenden Umsätze und rückläufigen Renditen zu stärken, so die Main-Post. Mit dem neuen Programm, dass der Vorstand nun aufgelegt hat, soll die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Schaffler AG deutlich verbessert werden – damit verbunden ist allerdings laut Angaben der Main-Post auch der Abbau von bis zu 500 Stellen im indirekten Bereich.

„Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben“

Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen, wie der für diesen Bereich verantwortliche Vorstand, Stefan Spindler, gegenüber der Main-Post versicherte. „Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben“, so Spindler. Von den in der Sparte Industrie beschäftigten 7.500 Menschen sind 2.800 Stellen in Europa betroffen, wovon ein Teil in anderen Bereichen eingesetzt werden, so berichtet die Main-Post.

Aufwertung des Standorts Schweinfurt

Die Wettbewerbsfähigkeit soll durch Maßnahmen zur Optimierung des Produktportfolios und die Verbesserung der Lieferfähigkeit erhöht werden. Dadurch sollen außerdem Potenziale für ein weiteres Wachstum erschlossen werden. Zu dem neuen Programm gehöre außerdem die Weiterentwicklung kundenspezifischer Produkte sowie die aktive Gestaltung von Technologietrends und der Ausbau des hochvolumigen Standard-Wälzlagergeschäfts, insbesondere in Asien, wie die Main-Post berichtet.

Wie Spindler betonte, will Schaeffler der Standort Schweinfurt im Zuge dieses Programms deutlich aufwerten. Von hieraus werde die Sparte Industrie geführt. Schon 2017 soll es für den Bereich Industrie keine Zentralfunktion mehr am Konzernsitz in Herzogenaurach geben. Die Gewinnspanne solle laut Spindler jährlich um ein Prozent wachsen, wofür in Europa der Standort Schweinfurt verantwortlich sei. „Wir werden unser Geschäft zukünftig stärker aus den regionalen Organisationseinheiten betreiben. Damit richten wir das Industriegeschäft konsequent an Kunden- und Markterfordernissen aus und stellen die Weichen für nachhaltiges, profitables Wachstum“, so Spindler gegenüber der Main-Post.

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