Symbolbild Schweinfurt
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IHK-Arbeitsmarktreport Mainfranken 2015

Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region

Wie  hat  sich  der mainfränkische Arbeitsmarkt in den letzten Jahren  entwickelt?  Männer,  Frauen,  Jugendliche  oder  Ältere  – wer ist besonders   von   Arbeitslosigkeit  betroffen?  Welche  Auswirkungen  haben Maßnahmen wie das Kurzarbeitergeld?

Antworten   auf   diese  und  weitere  Fragen  bietet  der  neu  aufgelegte „IHK-Arbeitsmarktreport Mainfranken 2015“, den die IHK Würzburg-Schweinfurt in  Kooperation  mit  den  Agenturen  für  Arbeit  Schweinfurt und Würzburg erarbeitet hat. Der Report analysiert die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region seit 2007.

Höhere Arbeitslosenquote in Schweinfurt und Würzburg

„Der   mainfränkische   Arbeitsmarkt  präsentiert  sich  seit  Jahren  sehr positiv.“,  so  Dr.  Sascha  Genders,  IHK-Bereichsleiter  Standortpolitik, Existenzgründung   und  Unternehmensführung.  Zwar  zeigten  sich  aufgrund unterschiedlicher  wirtschaftlicher  Strukturen  innerhalb  Mainfrankens  – insbesondere  in konjunkturell schwächeren Zeiten – regionale Unterschiede, dennoch  sei  das  Gesamtfazit  von  2007  bis  heute bemerkenswert, so Dr. Genders.   Waren   2007   im   Agenturbezirk   Schweinfurt  12.948  und  im Agenturbezirk  Würzburg 12.103 Arbeitslose gemeldet, betrug die Anzahl 2014 nur  noch  8.855  beziehungsweise  8.986 Personen. Die Arbeitslosenquote in

Mainfranken  lag  in  den  vergangenen  Jahren  fast   immer  unterhalb der bayerischen    und    stets    deutlich    unterhalb    der    bundesweiten Arbeitslosenquote.  Die Arbeitslosenquote in den beiden kreisfreien Städten Schweinfurt und Würzburg ist dabei per se höher als in den Landkreisen.

Frauen und Jugendliche seltener arbeitslos

Betrachtet  man  die Arbeitsmarktsituation einzelner Personenkreise, zeigen sich   trotz   der   positiven  Gesamtsituation  Unterschiede:  So  ist  in Mainfranken  der  Anteil arbeitsloser Frauen geringer als jener der Männer. Insbesondere  im Krisenjahr 2009 waren in der Mehrzahl Männer in der Region arbeitslos gemeldet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Männer häufiger in stark  konjunkturabhängigen Branchen, wie dem verarbeitenden Gewerbe, tätig sind,  Frauen tendenziell eher in Dienstleistungsbereichen arbeiten. Gerade in  den  industriell  geprägten  Segmenten  hat das Kurzarbeitergeld in den Krisenjahren  2008  bis  2010  geholfen, viele Menschen in Beschäftigung zu halten und den Unternehmen qualifizierte Fachkräfte zu sichern.

Positiv    hat   sich   in   den   letzten   Jahren   die   Situation   der Jugendarbeitslosigkeit  entwickelt.  „Während wir bei Menschen im Alter von 15  bis  unter  25  Jahren nach 3.123 Arbeitslosen in 2007 im Jahr 2014 nur 1.883  Arbeitslose  in  Mainfranken  zählen, zeigt sich bei den Älteren ein deutlicher Anstieg.“, so Dr. Genders. Im Zeitraum von 2007 bis 2014 ist die Anzahl  arbeitsloser  Menschen im Alter von 55 bis unter 65 Jahren um 1.143 gewachsen.  Rund  ein  Viertel  (24,9 Prozent) der arbeitslos Registrierten gehört  aktuell  der Gruppe der Älteren an, 2007 lag dieser Anteil bei 13,8 Prozent.

Der  „IHK-Arbeitsmarktreport  Mainfranken  2015“  steht  als  Download  zur Verfügung unter: www.wuerzburg.ihk.de/publikationen.

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinformation der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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