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Symbolbild Schweinfurt
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„Task Force Asyl“: Fragestellungen und Beratung zur Flüchtlingsaufnahme

Asyl ist Chefsache im Haus

Zum dritten Mal tagte am Donnerstag unter Führung von Bürgermeisterin Sorya Lippert die rathausinterne „Task Force Asyl“. Die betroffenen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung (Sozialamt, Jugendamt, Liegenschaftsamt, Projekt gerne daheim, Baureferat und Büro des Oberbürgermeisters) beraten innerhalb dieser Runde aktuelle Fragestellungen im Themenkreis „Flüchtlingsaufnahme“. So sollen für die Flüchtlinge und die Bevölkerung in Schweinfurt gute Bedingungen während der aktuellen Flüchtlingskrise in Europa geschaffen werden.

Die Stadt leistet das in ihrer Macht Stehende, um die Situation aktiv zu gestalten, zu steuern. Geleitet wird diese Arbeit vom Oberbürgermeister persönlich, während seines Urlaubs von Stellvertreterin Lippert. Koordinierend wirkt, auch aufgrund der Vielzahl der beteiligten Stellen, das Büro des Oberbürgermeisters. OB Sebastian Remelé hatte die Runde Anfang August initiiert, nach seiner Rückkehr aus dem Sommerurlaub wird er den Jour Fixe auch wieder wöchentlich selbst leiten.

Ausnahmesituation in Europa

„Wir haben die humanitäre Verpflichtung, zusammenzustehen und die Versorgung der Flüchtlinge gemeinsam zu bewältigen. Täglich in München eintreffende Flüchtlingszüge aus Ungarn lassen in absehbarer Zeit keine Entspannung der Lage erwarten. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein und gut funktionierende Strukturen zu schaffen“, so OB Sebastian Remelé. „Wir nehmen dabei auch die Sorgen und Nöte unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger ernst. Europa befindet sich in einer Ausnahmesituation. Ich bitte um Verständnis, und appelliere an Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft eines jeden Einzelnen. Alle beteiligten Behörden, Organisationen und Einzelpersonen arbeiten auf Hochtouren.“

Aus der Task Force heraus soll auch die  Bevölkerung in Sachen Asyl auf dem Laufenden gehalten werden. Themen waren bislang Problemstellungen wie die teilweise Vermüllung außerhalb und innerhalb der Aufnahmeeinrichtung an der Niederwerrner Straße. In enger Abstimmung mit dem Servicebetrieb Bau und Stadtgrün und der Asylsozialberatung werden nun Flüchtlinge in die Organisation der Sauberhaltung mit eingebunden. Der Servicebetrieb stellt außerdem mehr und größere Müllcontainer auf das Gelände.

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W-Lan und bauliche Themen

Ein weiteres Thema in dieser Woche war die Bereitstellung eines W-LAN-Zugangs für die Flüchtlinge. Nach den Strapazen der Flucht der meist aus Syrien stammenden Menschen ist das Internet oftmals nach Wochen die einzige Möglichkeit, mit Angehörigen in der Heimat Kontakt aufzunehmen. Hinzu kommt die Beratung baulicher Themen. Unter anderem die Einrichtung und sanitäre Versorgung der Notunterkünfte im ehemaligen Food Court und der ehemaligen Bank in der Ledward Kaserne wurde so koordiniert. Die Notunterkunft dient seit Freitag der Entlastung der bisherigen Unterkünfte und erweitert diese im Bedarfsfall zur „atmenden Aufnahmeeinrichtung“.

Sobald der Oberbürgermeister die Leitung der Task Force kommende Woche wieder selbst übernimmt, wird Bürgermeisterin Lippert zudem einen zusätzlichen Jour Fixe zum Thema „Ehrenamt für Flüchtlinge“ leiten. Beteiligt sind die Stabsstelle „gern daheim“, die zum Sozialamt gehörende „Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement“ sowie die Ehrenamt leistenden Schweinfurter Organisationen. Die Runde dient als ständiger Ansprechpartner für bereits aktive Ehrenamtliche und für Menschen, die sich gern ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren wollen. Sie schafft weiter Strukturen, um die Hilfsbereitschaft in der Schweinfurter Bevölkerung kanalisieren und effektiv einsetzen zu können.

14-tägiger Jour Fixe in der AE

Auch in der Aufnahmeeinrichtung selbst kommen die beteiligten Behörden regelmäßig zusammen, um auf der Dynamik in der Flüchtlingsentwicklung zu begegnen. An dem 14-tägigen Jour Fixe nehmen auf Einladung der Regierung von Unterfranken als Einrichtungsleitung die Polizei, das Staatl. Gesundheitsamt, das Krankenhaus St. Josef (kurative Versorgung in der Einrichtung), die Asylsozialberatung (Diakonie und Caritas) sowie das Amt für soziale Leistungen der Stadt Schweinfurt teil.

Für den 17. September hat Oberbürgermeister Sebastian Remelé außerdem die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen eingeladen, sich mit ihm gemeinsam von der Lage in der Aufnahmeeinrichtung ein Bild zu machen und sich mit der Einrichtungsleitung auszutauschen. Zu diesem Zeitpunkt sind dann auch alle vor Ort tätigen Behörden in die Einrichtung eingezogen. „Mit Verwaltung, Stadtrat und Bürgern schaffen wir gemeinsam die nötigen Strukturen, um eine erfolgreiche Flüchtlingshilfe in Schweinfurt zu organisieren“, so der OB.

Ständig aktualisierte und sukzessive weiter aufgebaute Informationen zur Flüchtlingssituation in Schweinfurt finden sich unter www.schweinfurt.de.

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinformation der Stadt Schweinfurt.

 

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