Symbolbild Würzburg
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Formelle Kleidung – Schlüssel zum Erfolg?

Formelle Kleidung macht schlauer

Eine neue US-Studie, über die das Manager Magazin berichtete, besagt: Formelle Kleidung macht schlauer. Nach dieser Erkenntnis sollte einer blühenden Karriere nichts mehr im Wege stehen. Weg mit den chilligen Chucks und den bequemen Sweatshirts, her mit den Anzügen, Kostümen und Pumps. Jetzt lässt sich der Chef bestimmt auch von einer Gehaltserhöhung überzeugen. Nun wäre es eine Überlegung wert, in allen Lebenssituationen schicke Kleidung zu tragen, denn möglicherweise fällt dieses Mal die Entscheidung bei einem Date auf den richtigen Mann oder die richtige Frau. Auf einen Versuch sollte man es ankommen lassen.

Die Studie

Für die Studie wurden an der California State University in Northridge einige Testsdurchgeführt, die die Informationsverarbeitung von Studenten messen sollten. Die meisten Studenten erschienen in einem legeren, alltäglichen Kleidungsstil.

Daraufhin wurde der gleiche Test noch einmal durchgeführt, dieses Mal jedoch sollten die Studenten sich für ein Vorstellungsgespräch kleiden. Das Ergebnis zeigte, so das Manager Magazin, dass der Business-Look zu einer abstrakteren Denkweise führt. Weniger Details werden beachtet, dafür wurde die Gesamtlage besser im Auge behalten. Das heißt: Je formeller die Kleidung war, desto besser konnten die Probanden schwierige und abstrakte Denkprozesse verstehen. Damit könnte bewiesen sein, dass die Wahl der Kleidung die eigene Wahrnehmung weitgehend beeinflusst und sich auf die Betrachtungsweise von Ereignissen, Personen und Veränderungen auswirkt.

Gefühl von Macht

Abraham Rutchick, Psychologieprofessor der California State University und einer der Studienautoren sagte, dass das Tragen formeller Kleidung das Gefühl von Macht vermittelt und die Sicht auf die Welt von Grund auf ändert. Auch kritisches Feedback soll formell gekleideten Menschen nicht mehr so stark zusetzen während einfacher gekleidete Männer eher anfangen am Selbstwert zu zweifeln, so die US-Amerikanische Zeitschrift „The Atlantic“. Der Grund dafür sei die Perspektive, die bei leger Gekleideten persönlicher ist, während Anzugträger eine abstraktere Sicht haben.

Dabei soll es keine Rolle spielen, ob die stilvolle Kleidung jeden Tag zur Arbeit oder nur zu besonderen Anlässen getragen wird. Bei Letzterem soll die Wirkung möglicherweise sogar ausgeprägter sein, so Professor und Co-Autor Michael Slepian laut „The Atlantic“. Gleichzeitig baut formelle Kleidung jedoch eine gewisse soziale Distanz auf.

Der Schlüssel zum Erfolg

Liegt der Schlüssel zum Erfolg womöglich im Tragen von Anzügen und Kostümen? Slepian weist darauf hin, dass ein abstrakter Denker bessere langfristige Entscheidungen hinsichtlich der Investition und Geldanlage treffen kann. Für Manager, Investoren und Banker ist dies eindeutig von Vorteil. Aber auch für Berufe, deren Erfolg im Detail und nicht im ganzheitlichen Denken liegt, gilt: Formelle Kleidung ist sexy!

Übrigens soll es auch bei der Aufnahmefähigkeit von Kritik Unterschiede geben: Bei Männern in Anzügen prallt diese bildlich gesprochen am feinen Zwirn besser ab, während einfacher gekleidete Männer eher anfangen am Selbstwert zu zweifeln. Und das eben weil es sich um eine persönlichere Perspektive handele, bei Anzugträgern wäre diese Sicht der Dinge abstrakter.

Arbeiten in Schweinfurt

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