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Symbolbild Schweinfurt
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Stadt Schweinfurt will Bordell den Garaus machen

Bordell weiterhin in Betrieb

Seit 2014 versucht die Stadt Schweinfurt den bordellähnlichen Betrieb in der Dittelbrunner Straße 10 zu stoppen. Laut Informationen der Main-Post wurden bereits mehrere Zwangsgelder angedroht. Eine polizeiliche Kontrolle Anfang November ergab, dass in dem Gebäude mitten im Wohngebiet abermals Prostituierte anzutreffen waren, und das Wohnhaus demzufolge immer noch als Bordellbetrieb genutzt wird, berichtete die Main-Post.

Rotlicht-Betrieb klagt

Trotz des Zwangsgeldbescheids von 20.000 Euro im Jahr 2014 schien das Bordell auf dem Grundstück der Wellbau Consulting unter anderem Namen weiterzulaufen. Mitte April 2015 setzte die Stadt Schweinfurt daher ein zweites Bußgeld in Höhe von 30.000 Euro fest. Die Eigentümer sprachen sich gegen die Forderung der Schließung unter Auflage eines Zwangsgelds von mittlerweile 50.000 Euro aus und zogen vor das Verwaltungsgericht.

Begründet hatte der Eigentümer die Klage hauptsächlich mit dem langjährigen Bestehen des Etablissement und einem erheblichen Steueranteil für die Stadt. Zudem sei es laut Wellbau nie zu Beschwerden oder Störungen gekommen, so die Main-Post. Die Verhandlung fand diese Woche in Würzburg statt. Auch wenn das Urteil noch nicht bekannt ist, erklärte die 4. Kammer, dass sie mit der Stellungnahme der Stadt sympathisiert. Lautet das Urteil dementsprechend, müsse der Rotlicht-Betrieb schließen und die Wellbau den Zahlungsaufforderungen im vollem Umfang nachkommen.

Als Massagesalon getarnt

Für das Gebäude in der Dittelbrunner Straße 10 lagen verschiedene Gewerbeanmeldungen vor, beispielweise ein Wellnessbetrieb oder eine Zimmervermietung. Im Internet bewarb die Wellbau Consulting die Lokalität mit „Haus Laplaya – Bordell- und Escortservice in Schweinfurt“. Seit März diesen Jahres sei der Bordellbetrieb nach Aussage der Wellbau abgemeldet und man betreibe einen Massagesalon, berichtete die Main-Post. Die Stadt Schweinfurt und die Nachbarn sehen dies allerdings anders: Das Rotlicht-Unternehmen würde unter dem „Massage Laplaya“ weitergeführt werden, was als rechtswidrig betitelt wird.

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