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Symbolbild Schweinfurt
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Aktion Rollentausch: Landrat als Betreuer von Flüchtlingen

Besuch des Klosters Maria Schnee

Mit der „Aktion Rollentausch“ wird alljährlich Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben Einblick in die täglichen Abläufe in sozialen Einrichtungen gewährt. Nachdem Landrat Florian Töpper im vergangenen Jahr einen Vormittag lang die Arbeit einer Pflegekraft in einer Senioreneinrichtung im Landkreis übernahm, hat er sich heuer einer Jugendhilfeeinrichtung der besonderen Art in der Gemeinde Lülsfeld gewidmet.

Rolle des Vormunds und Betreuers

Die Caritas und der Sozialdienst katholischer Frauen hatten den Landrat eingeladen, für die 29 im dortigen Kloster Maria Schnee untergebrachten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge einen Nachmittag lang die Rolle des Vormunds und Betreuers zu übernehmen. Damit bot sich für den Landrat die willkommene Gelegenheit, mit den jungen Flüchtlingen aus Afghanistan und Eritrea, die in der Zuständigkeit des Landratsamts in Lülsfeld untergebracht sind, in einen Austausch zu treten.

Tief beeindruckt von Lebenseinstellung

Töpper zeigte sich tief beeindruckt, wie zielgerichtet die Teenager, trotz des weiten räumlichen Anstands zu ihren Familien, an ihrer Zukunft arbeiten. Gleichermaßen lobte der Landrat die Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer in dem ehemaligen Kloster um Projektleiterin Marion Stief. „Diese Nachnutzung von Maria Schnee ist ein Glücksfall für die jungen Menschen hier und für uns als Landkreis“, sagte Töpper.

Entscheidend für eine gelungene Integration sei ein strukturierter Alltag, allem voran müssten die Jugendlichen die deutsche Sprache erlernen. Töpper erläuterte, unterstützt von zwei Dolmetschern, den 29 jungen Männern den Behördenaufbau in Bayern, die Zuständigkeiten des Landratsamts und die Rolle eines Vormunds.

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Bemühung der Integration

Auch dass die Dorfgemeinschaft bereits auf Tuchfühlung mit den jungen Gästen gegangen sei begrüßte der Landrat ausdrücklich. So wurde ihm vom Sankt-Martins-Zug berichtet, der traditionell auch in diesem Jahr im Innenhof der Klosteranlage seinen atmosphärischen Höhepunkt hatte. „Diese jungen Menschen haben noch einen langen Weg vor sich“, so Töpper, „und sie verdienen unsere Unterstützung auf diesem Weg in ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit und ohne Furcht vor Krieg und Gewalt.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamt Schweinfurt. 

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