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Symbolbild Schweinfurt
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Notunterkunft in Gerolzhofen wird Mitte Januar aufgelöst

Zeitpunkt der Freigabe noch unklar

Die Nutzung der Dreifachturnhalle der kreiseigenen Ludwig-Derleth-Realschule in Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt als Notunterkunft für Flüchtlinge geht dem Ende entgegen. Bis Mitte Januar sollen die letzten noch in der Turnhalle untergebrachten Asylbewerber in Absprache mit der Regierung von Unterfranken umverlegt werden. Unmittelbar danach wird das Landratsamt mit dem Rückbau der Notunterkunft beginnen. Wann konkret die Halle wieder als Turnhalle genutzt werden kann, steht derzeit noch nicht fest.

Seit 31. August von 200 Asylbewerben belegt

Am 21. August 2015 war der Landkreis Schweinfurt von der Regierung von Unterfranken darüber informiert worden, dass ab dem 31. August 2015 mit einer Belegung der Dreifachturnhalle zu rechnen ist. Der Landkreis hatte die Halle der kreiseigenen Ludwig-Derleth-Realschule im Rahmen des Notfallplans zur Unterbringung von Asylbewerbern in Unterfranken der Regierung zuvor entsprechend gemeldet. Wie angekündigt erfolgte am 31. August die Belegung der Halle mit damals 201 Flüchtlingen.

Durch Umverteilungen und Verlegungen sind derzeit nur noch etwa rund 30 Personen in der Notunterkunft in Gerolzhofen. In Absprache mit der Regierung von Unterfranken wird der Landkreis Schweinfurt bis 15. Januar 2016 auch diese in andere Unterkünfte verteilen und dann unmittelbar mit dem Rückbau der Notunterkunft beginnen.

„Baldmöglichst als Schul- und Vereinssporthalle freigeben“

„Ziel ist es, die Halle so bald wie möglich wieder für ihre ursprüngliche Nutzung als Schul- und Vereinssporthalle freizugeben“, sagt Landrat Töpper. Wann dies konkret sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Vor der Freigabe wird die Halle genau auf Schäden überprüft, die dann möglicherweise erst behoben werden müssen, ehe die Dreifachturnhalle wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden kann.

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„Die Nutzung der Halle als Notunterkunft hat von ihnen und uns allen eine große Portion Organisation und Improvisation abverlangt. Ich bin dankbar, dass dies von allen Seiten so ruhig und reibungslos abgelaufen ist“, sagt Töpper. In seinen Dank bezieht Töpper auch die zahlreichen Hilfsorganisationen mit ein, die bei Aufbau der Notunterkunft geholfen hatten sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer, die die Flüchtlinge auf vorbildliche Art und Weise in Gerolzhofen willkommen hießen und dies noch immer tun.

Aktuell 1.200 Asylbewerb im Landkreis untergebracht

Völlig unberührt von dem Rückbau der Gerolzhöfer Notunterkunft bleiben die Pläne für die Conn Barracks. Dort wird der Freistaat wie bereits mehrfach berichtet weitere Flüchtlinge unterbringen. Für die Umsetzung ist der Freistaat Bayern zuständig. „Etwaig notwendige Kapazitäten für Notunterkünfte werden, wie mit dem Freistaat besprochen, künftig in den Conn Barracks bereitgehalten“, sagt Landrat Töpper. Auch die seit 14. September 2015 in Betrieb befindliche Notunterkunft im ehemaligen Pfarrheim in Werneck bleibt bis auf Weiteres noch bestehen. Dort leben aktuell 79 Asylbewerber. Aktuell sind im Landkreis Schweinfurt etwa 1.200 Asylbewerber untergebracht. Rund 200 davon leben in Gerolzhofen. Noch etwa 30 in der Notunterkunft in der Dreifachturnhalle. 170 sind in dezentralen Unterkünften.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamt Schweinfurt

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