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Missbrauch von Notrufen: Üble Scherze haben Konsequenzen

Zwei Verdächtige im Fadenkreuz der Polizei

Wegen Missbrauchs von Notrufen ermittelt die Polizei derzeit gegen ein Schweinfurter Brüderpaar. Die beiden Personen stehen im dringenden Tatverdacht in der Nacht zum Dienstag für zwei Einsätze von Polizei, Feuerwehr und dem Rettungsdienst verantwortlich gewesen zu sein. Bei den Abklärungen stellen sich die zwei Notrufe jeweils als „Ente“ heraus. Darüberhinausgehend prüft die Polizei jetzt noch, ob den Tatverdächtigen die Kosten für die Einsätze auferlegt werden können.

Kurz nach 3 Uhr ging der erste Notruf ein. Hier teilte ein 23-Jähriger mit, dass sein jüngerer Bruder am Ententeich zusammengeschlagen worden sei.

Als die eintreffenden Streifen hier niemanden vorfanden, konnte über eine technische Überprüfung in Erfahrung gebracht werden, dass der Notruf von einer Telefonzelle in der Luitpoldstraße Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt. abgesetzt worden ist. In der Nähe davon konnte der erheblich alkoholisierte Tatverdächtige festgestellt werden.

Sich bei Befragung verplappert

Bei der weiteren Überprüfung der Person verplapperte er sich und meinte, ein paar Messer zu Hause zu haben. Die Nachschau ergab, dass es sich hier um zwei dem Waffengesetz unterliegende Messer, einem Butterfly- und einem Springmesser, handelte. Beide wurden sichergestellt und ein weiteres Verfahren wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz wird eingeleitet.

Über die Notrufaufzeichnung konnte er eindeutig als der Anrufer identifiziert werden.
Noch während dieser Einsatz lief ging ein weiterer Notruf bei der Integrierten Leitstelle ein, wobei hier jetzt von einem Hausbrand in der Hauptstraße gesprochen worden ist. Flammen würden aus dem Wohnhaus schlagen und Personen wären in akuter Gefahr.

Auch dieser Notruf stellte sich nach Überprüfung von Polizei und Feuerwehr als „Ente“ heraus. Für diesen Anruf steht jetzt sein jüngerer Bruder im dringenden Tatverdacht. Weitere Ermittlungen sind im Laufen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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