Symbolbild Würzburg
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Kleiner Steppke auf großer Reise: 6-Jähriger auf Roller-Tour

Mit Roller auf und davon

GOCHSHEIM/SENNFELD. Einen gehörigen Schrecken jagte ein 6-jähriger Bub seiner Mutter ein. Am Montagnachmittag war er vom Spielen vor der Haustüre auf einmal wie vom Erdboden verschluckt und tauchte zunächst auch nicht mehr auf. Rund eineinhalb Stunden später wurde er sozusagen als Findelkind in Sennfeld, an der Stadtgrenze nach Schweinfurt, an einem Spielcasinos aufgegriffen und der Polizei gemeldet. Wenig später konnte die Mutter ihren Ausreißer überglücklich wieder in die Arme schließen.

Gegen 17.30 Uhr wandte sich die Angestellte des Spielcasinos telefonisch an die Polizei und teilte mit, dass vor dem Geschäft in der Schweinfurter Straße ein kleiner Junge mit seinem Roller steht. Ihm wäre kalt und er wisse nicht, wo er hingehöre.

Von Beamten verlangt ihn zum Bahnhof zu bringen

Sofort machte sich ein Streifenwagen zur Örtlichkeit auf. Nach einem längeren Zureden gelang es den beiden Beamten schließlich, dem zunächst schweigsamen Jungen ein paar Einzelheiten zu entlocken. So nach und nach kam man auf den Ausgangspunkt seiner „Roller-Reise“ zurück, die scheinbar in Gochsheim begonnen hatte.

Daraufhin verlangte er von den Beamten, zum Bahnhof gebracht zu werden, damit er wieder heim käme. Diesem Ansinnen kamen die Beamten jedoch nicht nach, sondern über weitere Ermittlungen wurde schließlich die genaue Adresse ausfindig gemacht. Die Beamten fuhren den Jungen danach umgehend nach Gochsheim zurück. Hier wurde auch schon die Mutter angetroffen, die in heller Aufregung bereits seit längerer Zeit in der Umgebung nach ihrem Steppke gesucht hatte.

Im Gespräch gab sie an, dass sie ihm lediglich erlaubt hatte, vor der Haustür zu spielen und auf keinem Fall wegzufahren. Als sie dann wieder mal nach ihm schaute, war er nicht mehr da. Über seinen „Ausritt“ nach Sennfeld konnte sie sich keinen Reim machen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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