Symbolbild Schweinfurt
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„Stundenglas“: Kino made in Schweinfurt

Zweiter Film des jungen Regisseurs

Spricht man von Drehbüchern und Filmdreh, so denkt man in der Regel an das Film-Mekka schlechthin: Hollywood. Selten würde wohl jemand auf Schweinfurt kommen. Aber auch hier werden Drehbücher geschrieben und Filme gedreht und zwar von Patrick. Der 28-jährige Schweinfurter arbeitet momentan, nach „The Curse“, an seinem neuen Filmprojekt namens „Stundenglas“.

Selfmademan

Das Drehbuch hat Patrick, der für die Drama-Komödie auch noch Regie führt, komplett selbst geschrieben. „Meine Intention hinter dieser Geschichte ist, dass die Menschen zum Nachdenken gebracht werden, ob sie ihr Leben sinnvoll verbringen oder ob Handlungsbedarf besteht. Keine Sorge dies soll kein Lehrfilm werden, ich möchte einfach in eine lustige Geschichte verpackt diese Message rüberbringen“, erzählt er schon vorab.

Gedreht wird noch bis zum 30. Juli in Schweinfurt, Würzburg und Bad Brückenau. Die Low-Budget-Produktion finanziert Patrick übrigens komplett aus eigener Tasche. Im Interview mit uns erzählt er mehr:

SWity: Wie kamst du zu der Idee, gibt es einen Hintergrund zur Story?

Patrick Melber: „Nach „The Curse“ lag es nahe, dass ich auf jeden Fall mit dem Filmen weiter machen werde, aber ich wollte diesmal ein etwas anderes Genre anstreben. Es wird nämlich kein Horrorfilm mehr, sondern eine Drama-Komödie. Inhaltlich bezieht sich diese Drama-Komödie auf die Phasen menschlicher Lebenszeit.

Diese Geschichte schwirrt auch schon sehr lange in meinem Kopf herum, weil es so viele schöne Dinge auf der Welt gibt, die es wert sind entdeckt zu werden. Nur machen wir das halt nicht immer, stattdessen verschwenden wir unsere Zeit zum Beispiel damit, 100 mal am Tag auf das Smartphone zu schauen. Ich nehme mich da nicht aus, ich bin in manchen Punkten auch kein Vorbild und auch kein bisschen besser wie jeder andere, aber dagegen finde ich muss man etwas tun und deswegen mache ich diesen Film.“

Wann wird der Dreh komplett abgeschlossen sein?

„Der Drehblock A geht vom 16.07. – 30.07.2016, ich hoffe wir schaffen in dieser Zeit alles, ansonsten müssen wir nochmal im August nachlegen.“

Wo wird der Film zu sehen sein?

„Der Film wird auf jeden Fall in Schweinfurt, ich denke wieder im Weltbio, aber genauso diesmal in Würzburg, Bad Kissingen und Bad Brückenau zu sehen sein.“

Wird wieder ausschließlich mit Laienschauspieler, wie bei The Curse, gedreht?

„Es ist diesmal eine komplett neue Crew, mit Profis aus Berlin für das Licht und aus Würzburg für den Ton. Ich habe Altbewährtes mit Neuem gemischt, ein paar alte Crewmitglieder sind natürlich auch dabei und da bin ich auch sehr froh drüber. Alles in allem soll die Qualität durch den Crewwechsel gesteigert werden und das wird sie definitiv.

Meine Schauspieler habe ich neu gecastet, diese sind auch wieder Laiendarsteller. Da ich nach wie vor Leuten aus der Region die Möglichkeit geben möchte, ihre Kreativität mit meiner zu verbinden.“

Kannst du schon eine konkrete Location verraten? 

„Na klar! Gedreht wird im Silvana Freizeitbad, der Friedrich-Fischer-Schule und in öffentlichen Parks in Schweinfurt. Dann im Café Schönborn und am Stadtstrand in Würzburg und im Kurpark in Bad Brückenau.

Bekommst du Unterstützung?

„Der Film ist ein Low Budget Film, den ich aus eigener Tasche finanziere. Außerdem sponsert mich die Wernecker Bierbrauerei.“

Was machst du neben dem Filmen so?

„Ich arbeite als Verkäufer in Schweinfurt.“

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