Symbolbild Schweinfurt
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Schweinfurter Blogger schockt mit „Heroin“-Fotos

Seitz modelt für Berliner Skandal-Label

Dass Maximilian Seitz auf keinen Fall Mainstream ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Trotzdem schafft es der Jung-Designer und Mode-Blogger immer wieder für Überraschungen zu sorgen. Diesmal schockt der 19-Jährige als Model in einer Kampagne für HEROIN KIDS, ein provokantes Fashion Label aus Berlin.

Ungeniert mit BDMS-Accessoires

Das Label erregte in den letzten Jahren immer wieder die Gemüter mit Schlagzeilen wie „Schulmädchen als Drogen Lolitas“, „Geschmacklos-Mode aus Berlin“ oder „Die skrupelloseste Ausstellung des Jahres“.

Mehr über Maximilian Seitz

Der Schweinfurter Maximilian spielt in den Fotografien für HEROIN KIDS ungeniert mit BDMS-Accessoires, wie sie in der SM- und Schwulen Szene in Berlin bekannt sind und greift dabei dem halbnackten Model, das ebenso als Modeaccessoire von ihm präsentiert wird, in die Hose.

Vom braven Schweinfurter zum Bad Boy

Dekadent zeigt er sich mit seinem „Toy Boy“ in einer Hotelsuite und zelebriert einen offenen und unvoreingenommenen Umgang mit Sexualität. „Ich bin stets offen für neues. Ich möchte aber auch anderen Menschen Mut machen. Mut für ausgefallene Mode“, verrät Maximilian. Vom braven „Jungen vom Land“ zum „Bad Boy“ für HEROIN KIDS – so bringt er den Flair von Deutschland’s wildester Stadt raus aus Berlin bis nach Bayern und zu seiner Heimat Schweinfurt.

„Es geht um das Frei sein“

Es gehe dabei um das „Frei-sein“, um „Sei was immer du sein willst“ und um das Ablegen von Konventionen. Die HEROIN KIDS Fotografien sollen zeigen, was nicht zuletzt auch durch Mode möglich gemacht wird: Grenzen aufbrechen und an eingefahrenen Bildern von Schönheit und Sexualität rütteln.

Was für eine kranke, kaputte Welt!

HEROIN KIDS ist übrigens eine Modemarke aus Berlin, gegründet von Corinna Engel und Christian Kaiser. Inspiriert von illegalen Rave Parties, Berlin’s Techno Club Szene und von Punk Attitude, erschaffen Corinna Engel und Christian Kaiser ein nihilistisches Bild von Schönheit, Anmut und Zerbrechlichkeit – Ein gefährliches, unmoralisches Bild von Schönheit, Dekadenz und Verwahrlosung. Das Label soll Jugend-Gefühle des Unakzeptiert- und Ungeliebtseins widerspiegeln.Es zeigt Verwahrlosung, Drogen, Sex, Party, Nacktheit, Liebe und Absturz. HEROIN KIDS thematisiere leben und gelebt werden von Drogen und Süchten, aber auch die Sehnsucht nach Liebe. Liebe müsse jung, wild und frei sein.

Mit der Sehnsucht nach diesen Attributen spielen die Künstler in ihrer Mode. HEROIN KIDS mache keine festen Aussagen, es greife die Sehnsüchte Jugendlicher nach Grenzüberschreitung auf, nehme sie ernst, unterstreiche ein naives Lebensgefühl und zeige gleichzeitig deutlich, wohin diese Sehnsüchte führen können.

Das Label distanziere sich von jeder Bewertung des Lebens, es erzähle von der Faszination, die von Drogen ausgeht und davon, dass sich das Leben nicht um Regeln kümmert oder in Grenzen gehalten werden kann. So ist HEROIN KIDS (laut eigenen Angaben) auch eine ständige Reflexion über Jugend, Vergänglichkeit und Schönheit. Die Welt, die sich in HEROIN KIDS widerspiegelt ist in anderen Worten also eine kranke, kaputte Welt – in gewisser Hinsicht soll sie aber auch eine Welt voller Ästhetik sein.

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