Symbolbild Schweinfurt
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„Krieg“ im Straßenverkehr: Aufruf nach unbeteiligten Zeugen

Verfolgungskrimi geliefert

SCHWEINFURT. Einen regelrechten Verfolgungskrimi lieferten sich am gestrigen Montagnachtmittag zwei Autofahrer im Stadtgebiet. Um der Sache auf den Grund gehen zu können, wären für den aufnehmenden Polizeibeamten jetzt unbeteiligte Zeugen von großer Bedeutung.

Wer Angaben zu dem nachfolgenden Geschehen machen kann, möge sich bitte umgehend mit der Schweinfurter Polizei in Verbindung setzen.

Gegen 13.30 Uhr nahm der Vorfall auf der BAB A70, von Werneck kommend in Richtung Schweinfurt, seinen Anfang und zog sich in der Folge bis ins Stadtgebiet Schweinfurt weiter.

Beteiligt an der Sache waren ein 25-Jähriger mit seinem silbernen Opel Astra Coupe und ein 51-Jähriger mit einem weißen Ford Fiesta. Nach bisherigen Erkenntnissen gilt der Jüngere der beiden Autofahrer als Hauptaggressor.

Bereits auf der Autobahn soll er seinen Kontrahenten nach einem Überholvorgang ausgebremst haben.

Als sich die beiden Fahrzeugführer nach der Abfahrt Bergrheinfeld in Fahrtrichtung Schweinfurt bewegten, soll ein derartiger Ausbremsversuch wiederum stattgefunden haben.

Mit Faust auf Heckscheibe geschlagen

Danach soll es an der Ampelanlage zum „Oberndorfer Weiher“ zu einem Rotlichtverstoß des Opelfahrers gekommen sein, wozu er auch teilweise der Gehweg befahren hat. In der Ernst-Sachs-Straße kam es nach einem erneuten Ausbremsen, das bis zum Stillstand der Fahrzeuge führte, nun zum Höhepunkt des Ganzen.

Hier stieg der Jüngere aus seinem Auto aus und schlug mit einem Fausthieb die Heckscheibe seines Kontrahenten ein, als dieser anfuhr und an ihm vorbeifahren wollte.

Deshalb musste der Rettungsdienst verständigt werden, da sich der Täter dadurch eine blutende Wunde an der Hand zugezogen hat.

Danach erfolgte die Weiterbehandlung in einem Krankenhaus. Was den Autofahrer aus dem Landkreis Würzburg so in Rage gebracht hat, ist nun unter anderem eine der Fragen, die es zu klären gilt.

Arbeitsunfähig geschrieben

Sein 51-jähriger Kontrahent meldete sich am Abend nochmals bei der Polizei und brachte ein ärztliches Attest bei, wonach er durch den Vorfall psychisch derart beeinträchtigt worden ist, dass ihn ein Arzt bis auf weiteres arbeitsunfähig geschrieben hat.

Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr, Nötigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung sind eingeleitet worden. Die jeweiligen Führerscheinstellen werden nach dem Abschluss der Ermittlungen einen Abdruck der Anzeige erhalten.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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