Symbolbild Schweinfurt
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Modehaus Wöhrl kämpft gegen Insolvenz

Pleite droht

Das traditionelle Nürnberger Textilunternehmen Wöhrl kämpft laut Berichten des Bayerischen Rundfunks mit erheblichen Schwierigkeiten. Für das vergangene Geschäftsjahr rechne das Textilunternehmen mit einer Million Euro Verlust, heißt es beim BR. Jetzt wird versucht, die drohende Pleite zu verhindern.

Unprofitable Filialen schließen

Wöhrl will laut Berichten des BR ein sogenanntes Schutzschirmverfahren einleiten um eine Insolvenz zu verhindern. Für das Management des Modehauses bleiben dann drei Monate Zeit, um einen Sanierungsplan vorzulegen und eine Pleite abzuwenden. Im Moment ist geplant, unprofitable Filialen zu schließen, natürlich Kosten einzusparen und das Sortiment neu zu gestalten, heißt es in Berichten des Bayerischen Rundfunks. Auch das Online-Geschäft soll ab sofort verstärkt werden.

Hoher Umsatzrückgang

Beim BR heißt es, dass das Textilunternehmen nach eigenen Angaben schon länger gewusst hat, dass eine Umstrukturierung von Nöten ist. Bereits im Januar diesen Jahres wurde deshalb mit einem sogenannten Restrukturierungsprogramm begonnen. Trotz allem ging der Jahresumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr laut BR um circa 16 Millionen Euro auf 300 Millionen zurück.

Geschäft läuft weiter

Das Geschäft soll laut BR während der dreimonatigen Schutzschirm-Phase jedoch ganz normal weiter laufen. Die Versorgung mit neuen Waren sei gesichert. Wöhrl beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit 2.300 Mitarbeiter an 34 Standorten in Ost- und Süddeutschland. Das Modehaus wurde 1933 in Nürnberg gegründet.

Wie es nun mit der Schweinfurter Filiale in der Spitalstraße weitergehen wird, wird die Zukunft zeigen. Das Traditionsmodehaus wäre in jedem Fall ein Verlust für den Schweinfurter Einzelhandel und die Innenstadt.

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