Symbolbild Schweinfurt
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Gestohlene Fahrräder und Betäubungsmittel

Per Haftbefehl gesucht

Sennfeld. Ein bei der Polizei bestens bekannter 33-Jähriger hat seine „verbrecherische Vita“ am Wochenende um ein paar Straftaten mehr erweitert. Ermittlungsverfahren wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz und wegen zweier Fahrraddiebstähle sind eingeleitet worden.

Einen derzeit von der Staatsanwaltschaft Schweinfurt bestehenden Haftbefehl in einer anderen Ermittlungssache konnte er abwenden. Familienangehörige bezahlten auf seinen Namen das für die Ersatzfreiheitsstrafe geforderte Geld im mittleren dreistelligen Eurobereich ein.

Durchsuchung angeordnet

Alles begann am gestrigen Sonntagmittag, als das Opfer eines Fahrraddiebstahls vom Januar in Sennfeld in der Polizeiwache erschien und Verdachtsmomente hinsichtlich des Diebstahls gegen den Amtsbekannten aussprach. Nachdem dem Beamten bekannt war, dass der Beschuldigte überdies auch noch wegen eines Haftbefehls gesucht wird, konnte nach einem weiteren Hinweis des Opfers auch eine Wohnung eruiert werden, wo er sich aufhalten könnte. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde über den zuständigen Amtsrichter eine Wohnungsdurchsuchung dort angeordnet.

Diese verlief jedoch negativ. Die Wohnungsinhaberin sollte jedoch eine Adresse wissen, wo sich der Gesuchte derzeit wirklich aufhält. Und siehe da, als die Beamten hier klingelten, öffnete der 33-Jährige völlig überrascht vom Besuch der Polizisten selbst die Eingangstür.

Ihm wurde auf Grund des bestehenden Haftbefehls nun sofort die Verhaftung eröffnet.

Gestohlene Gegenstände in vermüllter Wohnung

In der total vermüllten Wohnung konnten schließlich zwei als gestohlen gemeldete hochwertige Fahrräder und eine Cannabis-Aufzuchtanlage mit Cannabispflanzen vorgefunden und jeweils sichergestellt werden. Die Fahrräder stammen aus zur Anzeige gebrachten Diebstählen vom Januar in Sennfeld und September in Schweinfurt.

Die beiden Drahtesel will der Beschuldigte jeweils als Fundsache auf der Straße gefunden und mit nach Hause genommen haben. Man darf gespannt sein, inwieweit die Staatsanwaltschaft ihm diese Geschichten abnimmt. Zumindest bliebe dann aber immer noch eine zweimalige Fundunterschlagung an ihm hängen.

Nach dem Abschluss der sonntäglichen Sachbearbeitung wurde der Beschuldigte wieder entlassen.

Landratsamt informiert

Zu guter Letzt ergeht auch noch eine Meldung an das Landratsamt. In der total heruntergekommenen Wohnung lebt auch noch eine Endzwanzigerin mit ihren beiden kleinen Kindern. Diese Lebensumstände scheinen für die Kinder und ihren weiteren Werdegang bestimmt nicht förderlich zu sein, weshalb weitere Maßnahmen durch die zuständige Behörde polizeilicherseits für sehr sinnvoll erachtet werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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