Symbolbild Schweinfurt
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Großkontrolle Einzelhandel: Zoll prüft Arbeitsbedingungen

Zoll prüft regionalen Einzelhandel

Schweinfurt. Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte, Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte standen Anfang der Woche auf der Tagesordnung der Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Hauptzollamt Schweinfurt.

641 Angestellte wurden zu Ihren Arbeitsbedingungen befragt. Bei 20 der insgesamt 179 geprüften Einzelhandelsgeschäfte ist die weitere Klärung von Sachverhalten erforderlich. Im Einzelnen besteht in acht Fällen der Verdacht, dass der Mindestlohn unterschritten wurde.

Unregelmäßigkeiten bei 11 % der geprüften Läden

Für die Beschäftigten im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln besteht kein flächendeckender Tarifvertrag, so dass seit 2015 jeder Arbeitnehmer Anspruch auf den Mindestlohn von brutto 8,50 Euro je Zeitstunde hat.

Anhaltspunkte auf eine Vorenthaltung oder Veruntreuung von Arbeitsentgelt durch Unstimmigkeiten bei der Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen werden in neun Fällen weiter verfolgt. Bei zwei überprüften Personen verdichten sich Hinweise auf Missbrauch von Sozialleistungen. Eine weitere Person steht im Verdacht, einer Tätigkeit ohne erforderliche Genehmigung nachgegangen zu sein.

Die Prüfungen fanden an zwei Tagen überwiegend vor und zum Ende der Ladenschlusszeiten der Einkaufsmärkte statt. Um den Geschäftsbetrieb nicht unangemessen zu beeinträchtigen, waren 76 Zöllnerinnen und Zöllner an den Prüfungseinsätzen in Unter- und Oberfranken beteiligt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Hauptzollamt Schweinfurt.

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