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Symbolbild Schweinfurt
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Best-Fit: Abschlusspräsentation und Austausch

Qualitätspakts Lehre

Die Tagung im Rahmen des Projekts BEST-FIT zum Thema „Lehre im Spannungsfeld zwischen Bestehensquoten und Praxisfitness“ besuchten rund neunzig Teilnehmer an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Die FHWS präsentierte die Ergebnisse der ersten Förderrunde des mit 3,4 Millionen Euro geförderten Projektes „Qualitätspakts Lehre“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Zweitägiger Erfahrungsaustausch

Auf dem zweitägigen Programm standen vier Fachvorträge, sechs unterschiedliche Workshops sowie ein Ausblick auf die zweite Förderrunde: Die erste umfasste den Zeitraum von 2012 bis 2016 (die 186 Hochschulen und Universitäten erhielten), die zweite, die Zeit vom 1.1.2017 bis zum 31.12.2020 (die 156 Universitäten und Hochschulen zugesagt wurde).

Der zweitägige Erfahrungsaustausch der Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter von Universitäten und Hochschulen sowie Teilnehmern aus Industrie, Verbänden und Behörden dient der Vernetzung im Bereich der Förderung der Qualität der Lehre.

Mehr Leitung statt Eigenverantwortung?

In ihrer Ergebnispräsentation erläuterte Vizepräsidentin a.D. Professorin Dr. Sibylle Wollenschläger das Motiv für BEST-FIT: Der Bologna-Prozess habe ganz neue Anforderungen gestellt, für die die FHWS Förderungsmöglichkeiten entwickelt habe: Es stelle sich die Frage der Studierbarkeit und des Zeitaufwandes eines Studienfaches im Hinblick auf die heutigen Studierenden, die vermehrt geleitet werden möchten, statt eigenverantwortlich das Studium zu organisieren und durchzuführen.

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Module für alle Studienphasen

Die Hochschule hat für alle Phasen des Studienverlaufs für die Zeit vor dem Studium, zu Beginn des Studiums sowie während des Studiums fünf Module entwickelt, die 17 wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Lehrkräfte umsetzen.

Diese beinhalten das Online-Assessment, die projektorientierte Studieneingangsphase, Kleingruppen-Tutorien und Internationalisierung sowie die bundesweit einmalige LearnFab als eigenständige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die von Studierenden eigenverantwortlich geleitet und betrieben wird. Die Überwachung der Zielerreichung sowie die Evaluation der Maßnahmen übernimmt das fünfte BEST-FIT-Modul, die Zentralstelle für Qualitätssicherung und Wissenstransfer (ZEQ).

Studienabbrecher-Befragungen

Um zu sehen, nach welchen Kriterien Interessierte Studiengänge wählen und wie der weitere Studienverlauf sich entwickelt, bzw. wo Ansatzpunkte für Konflikte entstehen, hat die FHWS zwei Studienabbrecher-Befragungen durchgeführt mit einer Rücklaufquote von knapp 10 Prozent, die sie künftig jährlich weiterführen wird.

Bestehensquoten erhöhen

Die Studienabbrecher-Befragung hat ergeben, dass über Dreiviertel der Befragten sowohl Online-Selbsteinschätzungshilfen, als auch Kleingruppentutorien sowie Einführungsprojekte für studienrelevante Kompetenzen für geeignet erachten, um der vorzeitigen Beendigung des Studiums vorzubeugen. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die BEST-FIT-Maßnahmen geeignet sind, um die Bestehensquoten an der FHWS zu erhöhen und die Studierenden auf die Anforderungen der Praxis vorzubereiten. Sie werden daher entsprechend bis 2020 weitergeführt und ausgeweitet.

Fachpersonal nach wie vor gefragt

Gefragt waren nicht nur die Meinungen der Studierenden, sondern auch die der Unternehmen: Klaus Widmaier, Leiter Personal Automotive und Industrie Schaeffler Technologies AG & Co. KG referierte zum Thema „Employability“ (Beschäftigungsfähigkeit): Neue Herausforderungen an Firmen stellten die Globalisierung, die Elektrifizierung sowie die Digitalisierung dar.

Fachpersonal sowie Spezialisten seien nach wie vor sehr gefragt, an Qualifikationen seien in erster Linie Persönlichkeiten gewünscht, die Veränderungsbereitschaft, Teamfähigkeit, Querdenken, Pioniergeist sowie Begeisterungsfähigkeit mitbrächten: Er wolle das Feuer in den Augen der Bewerber und Mitarbeiter sehen, so Widmaier.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FHWS Würzburg-Schweinfurt. 

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