Symbolbild Schweinfurt
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Prozessurteil: Sex mit der 13-jährigen Schülerin

Gerichtsverhandlung

Schwerer Sexueller Missbrauch eines Kinder und sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen, so lautet der Entschluss des Gerichtes in Schweinfurt. Der ehemalige Lehrer, der Sex mit seiner 13-jährigen Schülerin hatte, wurde zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, so die Mainpost.

Laut Mainpost kam das Gericht aufgrund des Geständnisses des 40-Jährigen und der Tatsache, dass der ehemalige Englisch- und Religionslehrer zu der damals 13-Jährigen ein beziehungsähnliches Verhältnis hatte, zum Entschluss, von einem minder schweren Fall auszugehen.

Die ehemalige Schülerin betonte, dass der Sex in der Wohnung des früheren Lehrers einvernehmlich war. Laut eigener Aussage, fand sie den heute 40-Jährigen „süß“, empfand aber schon zum damaligen Zeitpunkt den Geschlechtsverkehr als zu früh. Die Aussagen änderten aber nichts an der Sachlage, dass der damals 35-Jährige sich mit seinen Handlungen strafbar gemacht hatte, so die Mainpost.

Angeklagter beginnt Psychotherapie

Im Bericht der Mainpost heißt es, dass sich der ehemalige Lehrer bei der Schülerin entschuldigt habe und eine Psychotherapie begonnen hat.

„Er hat bei seinen Taten alles falsch gemacht, aber danach hat er vieles richtig gemacht. […] Aber wer die Umstände kennt, der wird Verständnis für das Urteil haben,“ so der Vorsitzende gegenüber der Mainpost.

Die Schülerin und der ehemalige Lehrer hatten womöglich auch ein zweites Mal Sex. Dies wahrscheinlich zeitnah zum Ersten im Herbst 2010. Da in diesem Punkt Unsicherheit bezüglich des Alters der Schülerin herrschte, konnte nicht klar festgestellt werden, ob es zu einem zweiten, schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes kam.

Dennoch wurde der Lehrer wegen eines Falls des sexuellen Missbrauchs von Kindern und zu zwei Fällen des Missbrauchs von Schutzbefohlenen verklagt. Das Urteil entstand, da die damals 13-Jährige unabhängig vom Alter zu beiden Zeitpunkten noch Schülerin des damals 35-Jährigen war, so die Mainpost.

Urteil und Auflagen

Zu der Bewährungsstrafe verurteilte das Gericht den Mann außerdem zu 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Da der suspendierte Lehrer seinen Beamtenstatus verlieren wird und somit finanziell höchstwahrscheinlich schlecht aufgestellt sein wird, sah die Kammer von einer Geldstrafe ab.

Mit der gestrigen Verhandlung und dem resultierenden Urteil des Landgerichts Schweinfurt, nimmt der Prozess nach zweieinhalb Jahren sein Ende. Aufgrund eines von Seiten des Gerichts geforderten Gutachten über den Angeklagten, wurde der Prozess im vergangenen Jahr eröffnet. Der Gutachter befand den Lehrer als nicht pädophil und stufte das Risiko eines „Rückfalls“ bei entsprechender Therapie als sehr gering ein. Demnach passte sich die Strafe dem Gutachten an, so die Mainpost.

Der Artikel beruht auf einem Artikel der Mainpost.

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