Symbolbild Schweinfurt
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Junge Frau fällt auf Betrüger herein

Staatsanwaltschaft Schweinfurt

Niederwerrn. Einem Betrüger auf den Leim gegangen ist eine junge Frau aus Niederwerrn. Der schaffte es in der Folge durch gewisse Tricks an ihr gesamtes Bargeld zu gelangen.

Nachdem sich danach der Beschuldigte nicht mehr meldete, erstattete das Opfer Anzeige bei der Schweinfurter Polizei. Die konnte jetzt den Betrüger ermitteln, der mit seiner Masche im gesamten Bundesgebiet bereits mehrere Frauen übers Ohr gehauen hat.

Weil der Täter, ein 25-Jähriger mit griechischem Migrationshintergrund, im Bereich von Gifhorn/Niedersachsen wohnt, wird die Anzeige jetzt über die Staatsanwaltschaft Schweinfurt an die dortige Staatsanwaltschaft zugeleitet.

Erster Kontakt

Die ganze Sache begann vor etwa sechs Jahren, als die damals 16-Jährige auf einem namhaften Kennenlernportal erste Kontakte mit dem Beschuldigten knüpfte. Nach unzähligen belanglosen Chats über einen längeren Zeitraum brach der Kontakt seitens des Beschuldigten dann auf einmal ab.

Jahre später, genauer gesagt Ende August diesen Jahres, meldete sich der Grieche plötzlich bei der Niederwerrnerin wieder.

Nach ebenfalls wiederum belanglosen Chats bat der Mann sie plötzlich um ihre Handynummer und wollte nun den weiteren Gesprächsverlauf über WhatsApp weiterführen. Angeblich wäre sein Account auf der Kennenlernplattform gesperrt worden.

Höhere Geldsummen

Um diesen wieder zu entsperren zu können, benötigte der Beschuldigte nun auf einmal Freischaltcodes, welche das Opfer ihm per SMS zuschicken solle und die für sie alle angeblich kostenlos wären. Im weiteren Verlauf übersandte sie ihm nun besagte Codes in einem Gesamtwert von annähernd 530 Euro.

Einige Tage später benötigte der Betrüger jetzt auf einmal Paysafecards, weil die Entsperrung mit den Codes nicht geklappt habe.
So nach und nach besorgte sich das gutgläubige Opfer nun an verschiedenen Verkaufsstellen im Bereich von Schweinfurt Paysafecards im Gegenwert von über 3000 Euro.

Auch diese übermittelte sie ihm wieder per SMS beziehungsweise über WhatsApp. Nachdem sie ihr Girokonto damit leergeräumt hatte und ihm das auch näher brachte, hat der Betrüger den Kontakt sofort abgebrochen.

Ermittlungen

Intensive Ermittlungen des Schweinfurter Ermittlungsdienstes führten schließlich zu dem Beschuldigten aus Niedersachsen. Bayernweit hatte er bereits zwei weitere gutgläubige Opfer um ihr Erspartes gebracht und auch in ganz Deutschland war er mit seiner Masche bei jungen Frauen schon erfolgreich gewesen.

Die Staatsanwaltschaft in Hildesheim führt jetzt ein Sammelverfahren gegen ihn. Ob die Opfer je wieder, und wenn auch nur einen Teil ihres Geldes zurückbekommen, darf bezweifelt werden.

Polizei warnt

Die Pressemeldung in diesem Fall soll dazu beitragen, dass man sich im Internet immer mit aller Vorsicht bewegen soll!
Bei sogenannten Hilfsanfragen, in welcher Form auch immer, sollten sofort alle Warn-Antennen ausgefahren werden, vor allen Dingen dann, wenn es einem an das sauer Ersparte geht.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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