Symbolbild Schweinfurt
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Horror-Clowns: Tipps der Polizei Unterfranken

Konsequenzen für „Horror-Clowns“

Die Polizei ist durch die vielen Zwischenfälle alarmiert, in denen so genannte Horror-Clowns Straftaten begangen haben. Dazu zählen Vandalismus, Nötigungen oder Körperverletzung.

Die Behörden werden jeden Zwischenfall konsequent verfolgen.

Die Täter müssen mit empfindlichen Strafen rechnen, darüber hinaus stehen solchen Tätern auch mögliche Schmerzensgeld- und Schadensersatzforderungen der Opfer ins Haus.

Clown-Sein hat Grenzen: Wer Menschen verfolgt, nötigt oder angreift, macht sich strafbar.

Auch bloßes Erschrecken kann strafrechtlich relevant sein, wenn sich Erschreckte dabei verletzen oder in lebensgefährliche Situationen geraten, beispielsweise wenn sie in Panik auf die Straße laufen.

Konsequenzen für Täter

Eine versuchte Körperverletzung ist eine Straftat. Wer Menschen auch nur zum Schein mit Hammer, Messer oder sonstigen Gegenständen bedroht, muss mit Strafverfolgung rechnen, gerade wenn die betroffene Person durch den Angriff einen Schock erleidet.

Das sagen unsere Partneranwälte von Raitmaier Rechtsanwälte!

Vandalismus und Sachbeschädigung sind Straftaten. Zusätzlich zur Strafverfolgung müssen Täter in der Regel entstandene Schäden ersetzen.

Ferner gab es Fälle, bei denen Clowns ihre „Opfer“ in gefährliche Situationen im Straßenverkehr brachten. Auch diese werden konsequent strafrechtlich oder straßenverkehrsrechtlich geahndet.

Tipps für Verhalten im Ernstfall

In diesem Zusammenhang informiert die Polizei die Bevölkerung über das Verhalten im Ernstfall.

Die Polizei appelliert daran, bei einer Begegnung mit einem Horror-Clown besonnen zu handeln. Denn in den meisten Fällen handelt es sich schlicht um schlechte Scherze:

  • Versuche dem Clown aus dem Weg zu gehen
  • Provoziere den Clown nicht
  • Wenn Du verfolgt wirst, rufe sofort die Polizei
  • Wenn Du bedroht oder körperlich angegangen wirst, fordere Umstehende direkt zur Hilfe auf
  • Erstatte auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei
  • Helfe auch, wenn Du bedrohliche Situationen oder Straftaten in diesem Zusammenhang beobachtest
  • Präge dir Tätermerkmale, die Fluchtrichtung sowie weitere Details ein und stehe der Polizei als Zeuge zur Verfügung
  • Auch wenn Du persönlich nicht in Gefahr bist, aber bedrohliche Gruppen solcher Clowns beobachtest, informiere die Polizei unter 110
  • Greife nicht zur Selbstjustiz und versuche nicht, den Clown zu stellen. Dies ist Aufgabe der Polizei!
  • Verbreite keine Falschmeldungen zu Horrorclowns über die sozialen Netzwerke. Sie tragen nur zur Verunsicherung bei.

Fake-Meldungen

Neben den bestätigten Vorfällen in ganz Deutschland, verbreiten sich aber aktuell auch zahlreiche gefälschte Meldungen, sogenannte Fakemeldungen, im Internet. Über 400 dieser Nachrichten über Grusel-Clowns sind derzeit, besonders in den sozialen Netzwerken, zu sehen und verunsichern die Leser zusätzlich.

Herkunft prüfen!

Auf Seiten wie „24aktuelles.com“ können selbst ausgedachte Text im Internet verbreitet werden, die wie Zeitungsberichte aussehen. Jedoch stimmt weder deren Inhalt noch sind diese Meldungen von der Polizei.

Solche gefälschte Meldungen sind nicht „witzig“ und haben mit „Spaß“ auch wenig zu tun.

Auf der Homepage selbst heißt es „24aktuelles.com – ist eine Internetseite die zur Unterhaltung dient, die falschen News werden von unseren Usern verfasst.

Alle Nachrichten dieser Seite sind frei erfunden und fiktiv, es ist alles nur Spaß! Keine der Fake News sollte ernst genommen werden oder als seriöse Informationsquelle benutzt werden.“

Es sollte also stets geprüft werden, woher eine Nachricht kommt.

„Wir raten dazu, sich entweder bei seriösen Anbietern zu informieren oder auf verifizierten Portalen zu vergewissern“, so die Polizei.

 

Keine Selbstjustiz

Zahlreiche User in den sozialen Netzwerken zu Online-Presseveröffentlichungen, rufen verstärkt zur Selbstjustiz gegenüber den vermeintlichen als Clowns verkleideten Angreifern auf.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor Selbstjustiz. Sie ist in allen Fällen strafbar und wird konsequent verfolgt.

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