Symbolbild Schweinfurt
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Streit unter Brüdern führt zur Ermittlung eines Pkw-Aufbrechers

Kleine Ursache, große Wirkung

SENNFELD. Kleine Ursache, große Wirkung, mit dieser Überschrift könnte man einen Vorfall versehen, der sich am Dienstagnachmittag in Sennfeld zugetragen hat.

Nach einem heftigen Wortgefecht zwischen zwei Brüdern wusste sich der eine nicht weiter zu helfen und bat um polizeiliche Unterstützung. Die schritt dann auch ein und konnte so nebenbei noch eine ganze Serie von Autoaufbrüchen klären.

Ungeklärte Diebstahldelikte

Außerdem stehen auch noch weitere ungeklärte Diebstahlsdelikte im Raum, weswegen sich der Sachbearbeiter auch noch explizit an die Öffentlichkeit wenden möchte.

Nach einem anfänglichen Leugnen war der bereits schon einschlägig bekannte 29-Jährige schließlich geständig, im Bereich seiner Wohnung, wie auch im Wohnbereich einer Bekannten in Schweinfurt, mehrere Autoaufbrüche beziehungsweise Diebstähle aus nicht versperrten Fahrzeugen begangen zu haben.

Drogensucht finanziert

Damit finanziert er unter anderem seine Drogensucht. Einer geregelten Arbeit geht der Beschuldigte sowieso nicht nach.

Nach einem späteren Sachvortrag an die Staatsanwaltschaft wurde einer sofortigen Vorführung des Täters bei einem Haftrichter nicht zugestimmt.

Hilferuf

Gegen 16.15 Uhr ging der Hilferuf seines drei Jahre jüngeren Bruders bei der Schweinfurter Polizei ein. Dabei teilte er mit, dass er mit ihm nicht mehr zurecht käme und die Situation vor einer Eskalation stünde.

Nach einer Abklärung vor Ort konnten strafrechtliche Anhaltspunkte nicht festgestellt werden.

Die beiden Streithähne wurden deshalb in einem längeren Gespräch beruhigt und zur gegenseitigen Rücksichtnahme ermahnt.

Mögliche Selbstverletzung

Eine noch im Raum stehende mögliche Selbstverletzung des späteren Beschuldigten mit Einwegspritzen führte aber dazu, dass die Beamten die Wohnung bezüglich der Abwehr einer Gefahr für dessen Leib oder Leben näher inspizieren mussten.

Etwa zur selben Zeit gingen mehrere Mitteilungen aus der Kreuzstraße in Schweinfurt ein, wonach diverse Autobesitzer festgestellt hatten, dass ihre jeweiligen Fahrzeuge im Tatzeitraum der vorausgegangenen Stunden oder Tage aufgebrochen worden sind.

Diverse Fahrzeugscheine

Als die Beamten dann in der Wohnung unter anderem diverse Fahrzeugscheine von Fahrzeughaltern aus der Kreuzstraße auffanden, schrillten bei ihnen sofort alle Alarmglocken und weitere Ordnungshüter wurden jetzt zu einer gründlichen Durchsuchung hinzugezogen.

Dabei fand sich dann nicht nur Diebesgut aus den Autoaufbrüchen der Schweinfurter Kreuzstraße sondern auch noch von Autoaufbrüchen beziehungsweise Diebstählen aus nicht versperrten Fahrzeugen der letzten Tage im Bereich der Sennfelder Wohnung, die zu diesem Zeitpunkt von den betroffenen Autobesitzern noch gar nicht zur Anzeige gebracht worden sind.

Sechs angegangene Pkw

Derzeit liegen eindeutige Beweismittel für mindestens sechs angegangene Autos vor.
Weiteres sichergestelltes Diebesgut spricht zudem dafür, dass der Beschuldigte jede Gelegenheit genutzt hat, um alles mitzunehmen, was nicht niet- und nagelfest war.

In diesem Zusammenhang sucht der Sachbearbeiter des Ermittlungsdienstes der Schweinfurter Inspektion noch speziell nach zwei Opfern, deren Gegenstände bis dato noch als absolut unanbringbar gelten.

Opfer gesucht

Zum einen der Eigentümer einer Videokamera vom Hersteller Sony. Laut deren Aufnahmen müsste der Nutzer stolzer Besitzer eines „kleinen, schwarzhaarig gewuschelten Schoßhündchens“ sein.

Auch wurden zwei Zehnerpacks eines Insulin-Sets gefunden. Sie könnten eventuell aus Krankenhäusern, Arztpraxen oder dergleichen stammen.

Weiterhin sollen sich auch noch die Autobesitzer melden, die in den letzten Tagen Opfer von Aufbrüchen oder Diebstählen geworden sind und sich bis dato noch nicht bei der Polizei gemeldet haben. Telefonnummer: 09721/202-0.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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