Symbolbild Schweinfurt
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Graffiti-Serie geklärt: Sieben Beschuldigte ermittelt

Nach über einem halben Jahr geklärt

SCHONUNGEN. Alter zwischen 15 und 18 Jahren werden jetzt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht – Sachschaden von über 1.000 Euro entstanden.

Dass sich Hartnäckigkeit bisweilen auszahlen kann, diese Erfahrung machte der Graffiti Sachbearbeiter der Schweinfurter Inspektion, Polizeihauptkommissar Stettner, bei einer kleinen Graffiti-Serie, die er im Frühjahr diesen Jahres in Schonungen aufzunehmen hatte.

Die von den später ermittelten sieben Beschuldigten angebrachten Tags an den vier verschiedenen Örtlichkeiten zeigten zwar an, dass sie alle irgendwie zusammenhingen.

Nicht locker gelassen

Durch deren amateurhafte Ausführung, die auf keinen bekannten Täter schließen ließ und dem jähen Ende der Serie, tappte der Sachbearbeiter aber eine lange Zeit vollkommen im Dunklen und stand im Sommer schon mal kurz davor, die Straftaten als ungeklärte Fälle an die Staatsanwaltschaft abzugeben.

Der Hauptkommissar ließ aber trotzdem nicht locker und konnte die Fälle schließlich doch noch klären.

Zur Anzeige gebracht

Die zur Tatzeit 15 bis 18-Jährigen, die aus Schonungen, Hirschfeld, Grafenrheinfeld, Weyer, Sennfeld und Hausen stammen, werden jetzt wegen gemeinschaftlicher und mehrfacher Sachbeschädigungen bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

Am 6. April teilte der Bürgermeister der Gemeinde die diversen Sachbeschädigungen mit. Am Buswartehäuschen im Steinweg, am Telekomschaltkasten in der Sonnenstraße, am Briefkasten der Post, ebenfalls im Steinweg und an einem Schaltkasten der Stadtwerke Schweinfurt in unmittelbarer Nähe davon brachten die Jugendlichen ihre geistigen Ausflüsse in vielfältiger und kreativer Form an.

Die Schadenshöhe beträgt nach Behördenangaben zwischen 1.000 und 1.500 Euro.

Im Laufe seiner Ermittlungen und des immer wieder Nachstocherns gelangte der Ordnungshüter Ende des Sommers endlich an ein paar Namen. Und wie bei einem Puzzlestück reihten sich immer mehr Teile ineinander, bis am Ende die sieben Beschuldigten feststanden.

Der Tatablauf kristallisierte sich im Nachhinein wie folgt heraus:

An einem nicht mehr näher bezeichneten Wochenende in der Osterzeit fand eine Party bei einem der Beschuldigten in Schonungen statt. Nach dem übermäßigen Genuss von Alkohol sei man gemeinschaftlich auf die Idee gekommen, einmal das Graffitisprühen und -schmieren auszuprobieren.

Ursprünglich wollte man dann zunächst die Autobahnüberführung über dem Main bei Schonungen als Zielobjekt angehen. Weil die aber bereits schon teilbesprüht ist und der Weg dorthin auch zu weit erschien, entschloss man sich schließlich im Dorf zu bleiben.

Gesagt getan, nach Mitternacht zog man in verschiedenen Gruppierungen und Zusammensetzungen los und machte sich ans Werk.

In seinem Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft hat der Sachbearbeiter noch vermerkt, dass bei keinem der Beschuldigten eine wirkliche Einsicht erkennbar war.

Sie versuchten anfänglich vielmehr jegliche Tatbeteiligung zu leugnen, bis ihnen das Gegenteil bewiesen werden konnte. Aber auch dann erfolgte noch ein ständiges Taktieren.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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