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Debielfashion: Der sonderbarste Modeblog?

Der etwas andere Mode-Account

Hübsche Mädels, stylische Jungs, modebegeisterte Menschen, die ihre Alltags-Looks und Accessoires zeigen – So sehen die Instagramaccounts von Modebloggern normalerweise aus. Die Szenen für die Shootings werden passend ausgewählt, die entstandenen Fotos aufwändig bearbeitet.

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Denn: Auf Instagram muss alles perfekt sein! Die Frisur muss sitzen, vermeintliche Speckröllchen müssen kaschiert werden. Und dann gibt es da noch die Modeblogger von @debielfashion. Bei ihnen geht es ganz anders zu. Der Fokus liegt nämlich nicht auf der (herbeigetricksten) Schönheit, sondern darum, Mode auf das zu reduzieren, was es (laut den Debielfashion-Bloggern) wirklich ist: Nämlich oberflächlich!

„Nicht alle Menschen sind schön“

Auf den ersten Blick hat der Instagram-Account von Debielfashion absolut nichts mit Mode zu tun. Man sieht Menschen in Jogging-Hosen und Arbeitskleidung, mit verrückten Print-Shirts und ungestylten Haaren, ungeschmickt und ohne Filter, beim Einkaufen oder auf dem Boden herumliegend. Von Ästhetik kann hier eigentlich nicht die Rede sein. Soll es auch nicht: „Mit dem Blog zeigen wir, dass eben nicht alle Menschen schön sind, auch wenn sie coole Klamotten tragen“, erklären StroboBob & ZiggiDisco, die Blogger von Debielfashion, „wie man Schönheit dabei definiert, ist jedem selbst überlassen – wir definieren sie (mit einem Augenzwinkern) eben als debiel und komisch. Das #faf Leben und der #aufsmaul Alltag sind aber alles andere als oberflächlich. Wir wollen alle nur wir selbst sein. Stichwort: Authentizität“.

Außergewöhnliche Idee, witzige Umsetzung

Außergewöhnliche Idee, witzige Umsetzung – Aber wie kommt man eigentlich auf so etwas? Auch das haben uns StroboBob & ZiggiDisco verraten:

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„Knapp vor einem Jahr, als Rob mal wieder rumkam, um sich für sein Klapprad eine Luftpumpe zu borgen, am Spiegel im Flur kurz stehen blieb, sich betrachtete und ohne Körperspannung eine Grimasse zog und meinte ‚kennt ihr solche Tage, an denen man sich so schwach und debiel fühlt?‘ – Und trotzdem Luft in Reifen pumpen muss – so fing alles an. Klar kennen wir sowas, da hilft nur eins, ein Outfit das fetzt“.

„Debielfashion muss nicht gefallen“

„Mode erzählt auch immer Geschichten. Wenn es Leuten gefällt, cool. Wenn es nicht gefällt, noch cooler. Debielfashion, würde ich sagen, ist nicht dazu da, ‚gefallen zu wollen‘, sondern – wie sagt man das cool? – ‚realnez‘ mit ’ner ordentlichen Portion Selbstironie“, erklären die Blogger den Sinn ihres Blogs.

Studenten der FHWS

Hinter Debielfashion stecken übrigens zwei ehemalige Kommunikationsdesign-Studierende der FHWS. StroboBob ist der sympathische Kabarettist Robert Alan, wer ZiggiDisco ist, spiele keine Rolle. „Robert geht jetzt steil als Kabarettist und ich versuche mich als Masterstudent in Informationsdesign“, verrät ZiggiDisco.

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