Symbolbild Würzburg
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11-Jährige getötet: Prozessbeginn im Fall „Janina“

Von Kugel getroffen

BAMBERG. Es ist ein Fall der bundesweit für Entsetzen gesorgt hatte. Die 11-Jährige Janina war in der Silvesternacht im vergangenen Jahr mit Erwachsenen und anderen Kindern auf der Straße um zu feiern, als sie gegen 01:00 Uhr von einer Kugel am Kopf getroffen und tödlich verletzt wurde. Abgefeuert wurde die Kugel aus einem Kleinkaliberrevolver eines 54-jährigen aus der Nachbarschaft in Unterschleichach.

Mehrfach hatte der Angeklagt in die Richtung der Personengruppe geschossen – aus Wut und Ärger über den Lärm von den Böllerschüssen und Raketen.

Angeklagter bedauert Janinas Tod

Seit heute muss sich nun der mutmaßliche Schütze wegen Mordes vor dem Landgericht Bamberg verantworten. Heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen habe er die elfjährige erschossen, so die Staatsanwaltschaft.

Der Angeklagte lies durch seinen Anwalt heute morgen mitteilen, dass er den Tod der Elfjährigen „zutiefst bedauere“. Drei bis vier Mal, so gab er zu, habe er geschossen. Bewusst auf Menschen habe er nicht gefeuert.

Zum Tatmotiv machte er allerdings keine Angaben. Selbst der Aufforderung des Richters an den Angeklagten zu erklären, warum er geschossen hatte, kam er nicht nach.

Am 22.12.2016 soll das Urteil verkündet werden.

 

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