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Deutsches Bunkermuseum. - Foto: Deutsches Bunkermuseum
Deutsches Bunkermuseum. - Foto: Deutsches Bunkermuseum

Deutsches Bunkermuseum: Ausflug in eine andere Zeit

Ein Stück Vergangenheit erleben

Das Museum im Fichtel-und-Sachs-Bunker, das seit November 2016 den Namen „Deutsches Bunkermuseum“ trägt, ist mittlerweile weit über die Grenzen von Schweinfurt hinaus bekannt. Seit 2014 betreiben die Besitzer Petra und Nils Brennecke das Museum im Hochbunker A8 und sind stets auf der Suche nach Exponaten aus der damaligen Zeit, um die Ausstellung zu erweitern.

Doch wie erlebt man so einen Gang durch den Bunker eigentlich? Ensteht ein mulmiges Gefühl, steigt das Adrenalin oder ist das Flair dieser früheren Zeit verschwunden? Wir wollten das genauer wissen und haben uns einer Führung angeschlossen.

Schwere Türen und dicke Wände

Schon das Betreten des sechsgeschossigen Kolosses fühlt sich wie ein Ausflug in die Vergangenheit an. Man durchquert schwere Türen und zwei Meter dicke Wände. Alles verwinkelt. Alles aus einer „anderen Welt“. Die Vorstellung, dass bis zu 1.800 Schweinfurter stundenlang während des zweiten Weltkriegs in den Zellen auf das Ende des Luftangriffs warteten, bereitet eine Gänsehaut und beeindruckt zugleich.

Jede Menge zu sehen

Gasjäckchen für Kinder, Fliegerbombe, Not-Abort ohne Türen – während des Rundgangs gibt es zahlreiche Original-Exponate zu bestaunen, die das dunkle Kapitel unserer Geschichte bezeugen und einem fast die Sprache rauben.

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Neben Pferdegasmaske und Kriegsschrott erhält man auch einen Einblick in die damalige medizinische Versorgung – im Lazarett sind original Utensilien, wie zum Beispiel ein Luftschutzverbandkasten oder alte Spritzen, erhalten.

Hat man die ersten Etagen und beeindruckenden Stücke durchlaufen, trifft man im vierten Obergeschoss auf Tonnen von Sand, welche die kontaminierte Luft von außen filtern und kühlen sollten. Übrigens darf man den riesigen Sandfilter nicht nur besichtigen, man kann sich den original Bunker-Sand auch als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Geschichte mit Humor

Die Führung selbst ist interessant und vor allem humorvoll gestaltet. Trotz des ernsten Kerns der Ausstellung lockern spannende Anekdoten, Quizfragen und Zeitzeugengeschichten die Atmosphäre auf. Man bekommt während der rund eineinhalbstündigen Besichtigung keine unendlichen Monologe präsentiert, sondern erlebt die Geschichte hautnah und interaktiv – beispielsweise in der Rolle einer damaligen Fürsorgehelferin. Und auch für den Genuss ist gesorgt: Wer während des Rundgangs nicht auf dem trockenen sitzen möchte, kann ein original Bunker-Bier probieren.

Dick einpacken

Zum Abschluss gibt’s noch eine Simulation eines bevorstehenden Luftangriffes – spätestens jetzt entsteht ein kleiner Kloß im Hals. Das Fazit: Die Zeitreise ist wirklich beeindruckend und der Hochbunker auf jeden Fall einen Besuch und eine Erfahrung wert – getreu dem Motto: gegen das Vergessen. Übrigens sollte man sich dick einpacken, im Bunker herrschen keine Temperaturen wie im heimischen Wohnzimmer.

Für eine Führung kann man sich auf der Homepage des Bunker-Museums anmelden. Und wer zuhause auf dem Speicher irgendwas aus der damaligen Zeit findet – das Bunkermuseum freut sich über jedes Stück.

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