Mit Visitenkarten Geschäftskontakte knüpfen. – Foto: Dominik Ziegler
Mit Visitenkarten Geschäftskontakte knüpfen. – Foto: Dominik Ziegler

Durch Visitenkarten Kontakte herstellen

Zeitlos und effektiv

Auf den ersten Blick mögen Visitenkarten ein wenig aus der Zeit gefallen sein: Die Kommunikation verläuft heute in erster Linie digital, eine in Übermittlung von Kontaktdaten auf einer bedruckten Karte erscheint damit obsolet. Es gibt nach wie vor einige Gründe, die die Verteilung von Visitenkarten nach wie vor interessant machen. Worauf sollte bei der Gestaltung geachtet werden?

Die persönliche Note

Üblicherweise sind auf der Visitenkarte der Name des Unternehmens, des Mitarbeiters sowie ein Foto und die Kontaktdaten hinterlegt – also auf den ersten Blick keine Informationen, die nicht auch digital übertragen werden könnten. Der besondere Vorteil der Visitenkarte liegt aber im direkten Kontakt, der mit der Karte verbunden wird. Um eine Visitenkarte zu übergeben, muss ein persönliches Gespräch vorausgegangen sein; und genau daran erinnert sich der Betrachter der Karte.

Es geht also nicht in erster Linie um die Informationsübermittlung als solches, sondern vielmehr die Erinnerung an das – hoffentlich positiv verlaufende – Gespräch. In Verbindung mit dem Foto wird eine gewisse Bindung erzeugt, die einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. Dieser Vorteil kann nicht nur von Unternehmen in Anspruch genommen werden, sondern ist auch beim Jobeinstieg von Vorteil. Bewerber können sich so persönlich vorstellen und damit bereits einen positiven Eindruck hinterlassen, der sich schnell wieder abrufen lässt.

Kontaktaufnahmen

Doch wie sollte eine Visitenkarte in der heutigen Zeit gestaltet werden? An den bereits genannten Informationen hat sich nichts geändert, die Kontaktdaten dürfen ebenso wenig fehlen wie das Foto. Heute gibt es allerdings noch eine Reihe weiterer Gestaltungsmöglichkeiten: So kann beispielsweise das Papier bereits in der Farbe des Unternehmens ausgeführt werden, was einen hohen Wiedererkennungswert erzeugt.

Zudem lassen sich QR-Codes auf die Visitenkarte drucken, wodurch sich der Betrachter näher über das Unternehmen oder möglicherweise die Person informieren kann. Denkbar ist es beispielsweise, dass hinter dem Code ein Link auf das Profil in einem sozialen Netzwerk für berufliche Kontakte hinterlegt ist. Hier zeigt sich also: Die Vergabe von Visitenkarten und der digitale Auftritt sind keine Gegensätze, sondern perfekte Ergänzungen.

Nicht nur in

Für die Karriere im Ausland

Die Auswahl an Visitenkarten ist groß, weshalb hinsichtlich der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt sind. Neben verschiedenen Formaten werden heute auch diverse Materialien angeboten. Selbst verständlich sind Visitenkarten beidseitig farblich bedruckbar. Besonders interessant: Durch aufklappbare Kreditkarten lassen sich noch mehr Informationen aufnehmen; Strukturpapiere oder metallische Papiere sorgen für eine hochwertige Haptik – eine solche Visitenkarte wird in jedem Fall lange aufbewahrt.

Auch wer plant, einen Job im Ausland anzunehmen und Schweinfurt für die eigene Karriere zu verlassen, sollte auf Visitenkarten setzen: Beim Messebesuch ist es leicht, Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen – die Bewerbungsunterlagen können aber nicht direkt überreicht werden. Hier sorgt eine Visitenkarte für eine interessante Alternative, um mit der Personalabteilung des Unternehmens in Kontakt zu kommen. Je nach Zielland sollten allerdings einige Besonderheiten beachtet werden.

Das sollte beachtet werden

In den USA ist Bescheidenheit auch im Geschäftsleben unüblich, Angaben wie „Manager“ oder „Director“ und andere hochtrabende Stellenbezeichnungen wirken keinesfalls übertrieben. In Russland, China sowie dem arabischen Raum gilt es als durchaus angemessen, Reichtum offen zu zeigen – das darf auch die Visitenkarte ausdrucken. Goldprägungen, die hierzulande möglicherweise als ein wenig kitschig bezeichnet werden würden, stoßen in diesen Ländern auf Anklang.

Speziell für Russland gilt zudem: Weil nicht jeder Geschäftspartner dem kyrillisch mächtig ist, sollten die Visitenkarten zweisprachig gedruckt werden. In Österreich werden zudem auch Titel auf Visitenkarten bedruckt, die in Deutschland nicht geführt werden. Es ist durchaus üblich, eine Geschäftspartnerin mit „Frau Magister“ anzusprechen – hierzulande kaum denkbar. Alle Länder haben jedoch gemein, dass Visitenkarten auch heute noch zum guten Ton gehören und bei einem geschäftlichen Treffen keinesfalls fehlen dürfen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Sebastian Munke. 

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