Anzahl tödlicher Arbeitsunfälle auf niedrigem Niveau

Absturz ist im Jahr 2016 die häufigste Unfallart

Im Jahr 2016 haben sich in unterfränkischen Betrieben sieben tödliche Arbeitsunfälle ereignet. Bei vier dieser Unfälle haben die Verletzungen durch einen (Ab-)Sturz aus hochgelegenen Arbeitsplätzen zum Tod der Betroffenen geführt. Besonders zu erwähnen ist der Einsturz der Schraudenbachtalbrücke, bei dem während der Betonarbeiten das gesamte Traggerüst und der frisch betonierte Brückenabschnitt ca. 20 Meter in die Tiefe stürzte und mehrere Arbeiter mit sich riss. Dabei gab es neben einem tödlich Verunglückten auch drei Schwerstverletze.

Auch Sturz in Treppenhaus endete tödlich

Ferner endete in einem Unternehmen der Sturz im Treppenhaus für einen Arbeiter tödlich. Ein weiterer Beschäftigter wurde in einer Arbeitshalle durch eine umkippende Last von 1,2 Tonnen erschlagen. In einem Fall hat eine laufende Maschine den Tod des Arbeitnehmers verursacht, dabei war der Mann in die Schüttung eines Müllsammelfahrzeugs gefallen und wurde durch das Räumschild zerquetscht. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle liegt in Unterfranken seit 10 Jahren im einstelligen Bereich und folgt der deutschlandweiten Entwicklung.

Zahl der Arbeitsunfälle hat sich halbiert

In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Arbeitsunfälle in einer sich ständig wandelnden Arbeitswelt mehr als halbiert. Dies ist auch auf ein höheres Arbeitsschutzniveau zurückzuführen, welches auf verbesserten Arbeitsschutzgesetzen und einer erfolgreichen Präventionsarbeit basiert. Ferner ist die qualitative Verbesserung der auch innerbetrieblichen Rettungsmaßnahmen und der unfallmedizinischen Versorgung für das Erhalten vieler Leben verantwortlich.

Arbeitsschutz im Betrieb nicht vernachlässigen

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer warnt jedoch davor, angesichts dieser Erfolge in den Bemühungen nachzulassen: „Dieser Rückgang der Unfallzahlen ist kein Selbstläufer. Er sollte vielmehr Ansporn sein, auch zukünftig wachsam zu sein und das Thema Arbeitsschutz im Betrieb nicht zu vernachlässigen.“ Weitergehende Informationen zum Thema Arbeitsschutz erhalten Sie im Internet unter http://www.stmas.bayern.de//arbeitsschutz/index.php oder beim Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Unterfranken.

Dieser Artikel beruht auf einer Presseinfo der Regierung von Unterfranken.

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