Die Wehranlagen im Sonnenschein. Foto: Sabrina Muth
Die Wehranlagen im Sonnenschein. Foto: Sabrina Muth

Erster Verdacht auf Vogelgrippe in Schweinfurt

Toter Schwan an den Wehranlagen

Landkreis Schweinfurt. Im Bereich der Stadt Schweinfurt gibt es einen ersten Verdachtsfall von Geflügelpest („Vogelgrippe“) bei einem Wildvogel. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Dienstagabend mitteilte, wurde bei einem in der vergangenen Woche an den Wehranlagen am Bahnhof Schweinfurt-Mitte tot aufgefundenen Schwan der Influenza-A-Virus vom Typ H5 festgestellt.

Typisierung des Erregers

Zur endgültigen Abklärung wurden Proben an das Nationale Referenzlabor, das Friedrich-Löffler-Institut, gesandt. Dort erfolgt eine weitere Typisierung des Erregers. Mit dem endgültigen Befund wird bis Anfang kommender Woche gerechnet. Nach den Erfahrungen der letzten Zeit ist allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich die Verdachtsdiagnose „Geflügelpest“ bestätigen wird.

Keine Gefährdung für Menschen

Seit Jahresbeginn wurden in Bayern bereits zahlreiche Ausbrüche von Geflügelpest bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen festgestellt. In Unterfranken sind bislang die Kreise Aschaffenburg, Main-Spessart, Bad Kissingen und Haßfurt betroffen.

Eine Gefährdung für den Menschen besteht nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht. Bisher hat sich am betreffenden Influenza-Virus-Subtyp A(H5N8) weltweit noch kein Mensch angesteckt. Wer einen kranken oder verendeten Wildvogel findet, soll aber dennoch auf jeden Fall direkten Kontakt vermeiden und das Veterinäramt Schweinfurt verständigen.

Pflicht zur Anmeldung

Für Hausgeflügel ist der Erreger der Geflügelpest jedoch hochansteckend. Das Veterinäramt weist in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich auf die bestehende Pflicht zur Anmeldung von Geflügelhaltungen, konsequenter Beachtung von Aufstallungspflicht und Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügel haltenden Betrieben, auch Kleinstbetrieben, hin.

Es ist ein Schuh- und Kleidungswechsel sowie die Desinfektion von Händen und Schuhen vor dem Betreten der Stallungen sicherzustellen. Zudem sollen betriebsfremde Personen möglichst keinen Zutritt zu den Stallungen erhalten. Auffällige Krankheitserscheinungen, eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Todesfällen oder ein auffälliger Rückgang der Legeleistung sind unverzüglich dem Veterinäramt zu melden.

Als Ansprechpartner im Verdachtsfall steht das Veterinäramt Schweinfurt im Landratsamt Schweinfurt unter Telefon 09721/55-310 oder E-Mail vetamt@lrasw.de zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zum Thema Geflügelpest finden sich auf den Seiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter www.lgl.bayern.de.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamtes Schweinfurt.

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