Durch Hufspuren und Pferdeäpfel verraten - Foto: Polizei Unterfranken
Durch Hufspuren und Pferdeäpfel verraten - Foto: Polizei Unterfranken

Fahrerflucht mit 1 PS: Polizei nimmt Fährte auf

Durch cleveres Spurenlesen geklärt

GRAFENRHEINFELD, LKR. SCHWEINFURT. Ein Kutschpferd hatte am Montagvormittag seinen Besitzer nach einer Verkehrsunfallflucht mit einem Gespann quasi selbst überführt. Denn die Hufspuren und „verlorene Ladung“ des Rosses hatten der Schweinfurter Polizei den Weg zu dem Unfallverursacher gezeigt. Der Kutscher zeigte sich geständig und muss sich nun wegen Verkehrsunfallflucht verantworten.

Gegen 11.50 Uhr hatte ein 78-Jähriger mit einer Kutsche die Straße am Sand befahren. Offenbar aufgrund von Baulärm scheute das Kutschpferd und in Folge dessen touchierte die Kutsche ein am Straßenrand geparktes Fahrzeug.

Von Unfallort geflohen

Obwohl der Kutscher den Anstoß nach eigenen Angaben wohl bemerkt hatte, lenkte er die Kutsche weiter und entfernte sich somit unerlaubt von der Unfallörtlichkeit.

Ein Zeuge, der den Vorfall beobachtet hatte, verständigte allerdings sofort die Schweinfurter Polizei. Und die Beamten leiteten doch recht ungewöhnliche – aber erfolgreiche – Fahndungsmaßnahmen ein.

Die Polizisten verfolgten anhand der Hufspuren und Pferdeäpfel, die das Kaltblut unterwegs fallen ließ, über Feldwege die Kutsche bis heimatlichen Stall des Beschuldigten. Dort räumte der 78-Jährige den Verkehrsunfall, bei dem ein Sachschaden in Höhe von etwa 2.000 Euro entstanden ist, schließlich ein.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeipräsidium Unterfranken.

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