Änderung der Müllgebühren im Landkreis Schweinfurt zeigt positive Effekte bei der Nutzung der Restmülltonne. Foto: team orange
Änderung der Müllgebühren im Landkreis Schweinfurt zeigt positive Effekte bei der Nutzung der Restmülltonne. Foto: team orange

Änderung der Müllgebühren zeigt positiven Effekt

Bürger nutzen Spareffekt

Die seit 1. Januar 2017 im Landkreis Schweinfurt neue geltende Müllgebührenstruktur zeigt bereits jetzt deutlich positive Effekte: Im Vergleich zu den Leerungszahlen im Jahr 2016 wurden in den ersten zwölf Wochen dieses Jahres 25 Prozent weniger 120 Liter-Restmülltonnen mit geringen Gewichten (d.h. weniger als 5 kg) geleert.

„Die geänderten Gebührensätze haben bereits jetzt sowohl ökonomisch als auch indirekt ökologisch sinnvolle Auswirkungen. Davon profitieren die Umwelt und unsere Bürger“, stellt Landrat Florian Töpper erfreut fest. „Ich hoffe, dass noch mehr Bürger die neuen Einsparmöglichkeiten nutzen.“

Haushalte werden entlastet

Jede Leerung einer Mülltonne kostet Zeit und Geld. In den vergangenen Jahren hat die Abfallwirtschaft des Landkreises Schweinfurt viele Leerungen der Restmülltonnen unterhalb der Eichgrenze der Fahrzeuge (5 kg) registriert. Im Jahr 2016 waren dies z.B. ca. 70.000 Leerungen. Um diesen häufigen Leerungen mit wenig Inhalt zu begegnen, wurde die Müllgebührenstruktur zum Jahr 2017 geändert.

So kostet nun die Leerung für die am häufigsten genutzte 120 Liter-Restmülltonne 1,25 Euro statt bisher 0,20 Euro. Im Gegenzug wurde die Gewichtsgebühr von 0,14 Euro auf 0,07 Euro pro Kilogramm halbiert und die Grundgebühr um vier Prozent gesenkt. „Das heißt, unterm Strich werden die Haushalte entlastet und haben ab 2017 im Durchschnitt fünf Prozent weniger Müllgebühren zu bezahlen“, erklärt Thomas Fackelmann, Leiter der Abfallwirtschaft des Landkreises Schweinfurt.

Bürger können Geld sparen

Weitere Einsparmöglichkeiten ergeben sich, indem die Haushalte die Restmülltonne tatsächlich immer erst dann entleeren lassen, wenn sie wirklich deutlich gefüllt ist. Die bisher geltenden Mindestleerungen fallen ab 2017 ersatzlos weg.

Bei der Biotonne bleibt die Leerungsgebühr unverändert bei 0,20 Euro. „Denn hier ist gerade in den Sommermonaten aus hygienischen Gründen die regelmäßige Leerung sinnvoll, auch wenn die Behälter nicht komplett gefüllt sind“, so Fackelmann.

Eine erste Tendenz nach drei Monaten zeigt, wie bereits erwähnt, dass viele Haushalte den beschriebenen Spareffekt rund um die Restmülltonne nutzen und 25 Prozent weniger 120 Liter- Restmülltonnen mit geringen Gewichten (weniger als 5 kg) geleert wurden. Der Bürger kann so Geld sparen und auch die Umwelt profitiert davon: „Denn weniger Leerungen bedeuten auch kürzere Fahrtzeiten der Müllfahrzeuge und eine geringere Umweltbelastung durch weniger Schadstoffausstoß“, sagt Fackelmann.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamts Schweinfurt.

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