Babyfüße. - Foto: Nina Maiores
Babyfüße. - Foto: Nina Maiores

Die meisten Babys aus 2016 heißen…

Welcher Name?

Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Sobald die Antwort bekannt ist, stellt sich die nächste Frage: Wie soll der Nachwuchs heißen? Lina, Theresa, Leon oder doch Karl? Vielleicht soll es auch ein Doppelname sein oder an die Großeltern erinnern. In Deutschland stehen zahlreiche Namen zur Auswahl. Darunter gibt es einige, die besonders beliebt sind. Die Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (GfdS) hat jetzt bekannt gegeben welche Namen in Deutschland die Ranglisten anführen.

Immer öfter Zweitnamen

Doch große Überraschungen sind auch dieses Mal ausgeblieben, die „Klassiker“ führen, wie schon in den Vorjahren, die Rangliste der beliebtesten Namen an, nur die Reihenfolge hat sich dieses Mal geändert. Wichtig dabei zu wissen ist aber, dass in die Top-Ten-Listen der Mädchen- und Jungennamen sowohl Erst- als auch Zweitnamen einfließen. Die allermeisten Standesämter erfassen diese nämlich nicht mehr getrennt, erklärt Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der GfdS, der Süddeutschen Zeitung.

Fast die Hälfte der im letzten Jahr geborenen Kinder hat einen zweiten Namen. Mehr als fünf Vornamen für das Kind sind allerdings in Deutschland nicht mehr zulässig, heißt es in der Süddeutschen Zeitung. Auch Zahlen oder Abkürzungen, ebenso wie Ortsnamen sind – anders als zum Beispiel in den USA – in Deutschland nicht erlaubt.

Marie/Mari und Elias

Laut GfdS sind Spitzenreiter in der Gesamtliste Marie und Elias. Erstmalig wertete die GfdS über 1.000.000 Vornamen in Deutschland aus. Teilgenommen haben dieses Mal ca. 650 Standesämter bundesweit und übermittelten insgesamt ca. 1.050.000 Einzelnamen. Damit sind etwa 97 % aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst – so viele Namen wie noch nie. Über 65.000 verschiedene Namen wurden gemeldet.

Sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen hat es in der Spitzengruppe keine Neuzugänge gegeben. Bei den Mädchen hat sich Marie nach sechs Jahren der Zweitplatzierung wieder vor Sophie auf Platz 1 geschoben. Die Namen auf den Rängen 5 bis 9 haben untereinander die Platzierungen getauscht. Dabei sind zum Beispiel Emma, Emilia und Anna.

Getauscht haben auch bei den Jungen die Namen Elias und Maximilian: Erstmals hat es Elias damit auf die Spitzenposition geschafft! Erst im letzten Jahr war der Name in die Top 3 aufgestiegen. Luca, noch 2012 auf Platz 1, hat weitere Plätze verloren, auf seine Kosten ist Jonas aufgestiegen. Keine Veränderungen gab es dagegen auf den Plätzen 4 bis 7.

Türkisch-arabische Namen

Auch in anderen Kulturen und Sprachen gibt es schöne Namen, die man seinem Nachwuchs geben kann. Elif ist in Deutschland zum Beispiel der türkisch-arabische Name Nummer Eins. In der Türkei weilt er nach Zeynep auf Platz zwei. Bei den Jungennamen ist Yusuf in der Türkei Sieger, in Deutschland steht dagegen Mohammed an der Spitze. In Deutschland liegen Layla/Leyla und Nur/Nour für Mädchen und Ali sowie Yusuf für Jungen auf dem zweiten und dritten Platz. In der Türkei sind es hingegen Elif und Hiranur sowie Eymen und Ömer.

Schweinfurts Namen

Vergleicht man Deutschland unterteilt in die Regionen Nord, Süd, Ost und West, fiele Würzburg in die Region West – hier zeigen sich geringe bis gar keine Unterschiede. Wieder tauchen hier Marie, Sophie/Sofie, Sophia/Sofia sowie Maximilian, Alexander und Elias auf den führenden Plätzen auf. Interessant ist auch, dass diese Namen bereits 2014 in unserer Region am häufigsten vergeben wurden.

Beliebteste Namen 2017

Der beliebteste Name bei den letztjährig in der Umgebung geborenen Mädchen war Sophia/Sofia inklusive Namenskombinationen wie Sophia Helene. 30 Mal entschieden sich Eltern dazu, ihr Kind so zu nennen. Auf den weiteren Plätzen folgen – jeweils auch hier immer mit Namenskombinationen – Emilia, Mila, Lena, Anna, Mia, Marie, Ell, Emma und Sophie/Sofie.

Bei den Buben war der Name Maximilian führend. Noch deutlicher wird diese Spitzenposition, wenn man die Kurzform Max hinzunimmt sowie die auch gerne vergebenen Namenskombinationen wie Maximilian Ferdinand. Im weiteren Ranking folgen Elias/Elyas, Lukas/Lucas, David, Noah/Noa, Jakob/Jacob, Leo, Emil, Felix und Jonas (16).

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