Der Ebracher Hof gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Foto: Pascal Höfig
Der Ebracher Hof gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Foto: Pascal Höfig

Unsere 5 schönsten Schweinfurter Sehenswürdigkeiten

Es war einmal…

Schweinfurt hat an historischen Ereignissen und Gebäuden so einiges zu bieten. Doch was sollte man als echter Schweinfurter unbedingt kennen und als Besucher nicht verpassen? Natürlich kennt jeder das alte Rathaus, das direkt am Marktplatz in voller Pracht erstrahlt, aber Schweinfurt hat noch so viel mehr zu bieten. Um die Auswahl an Sehenswürdigkeiten als0 ein wenig einzugrenzen, haben wir hier für euch „Unsere Besten“ Denkmäler und einzigartigen Orte Schweinfurts zusammengefasst. Auf weiter Tipps und Anregungen freuen wir uns natürlich sehr.

St.-Johannis-Kirche

Der Baubeginn der St. Johannis Kirche fand etwa um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert statt, laut kunstgeschichtlicher Befunde. Erstmals wurde diese rund 125 Jahre später, im Jahr 1325, urkundlich erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war die Kirche allerdings noch nicht fertig gestellt, erst gegen 1360.

Durch den stetigen Wandel und Restaurierungen hat sich die St. Johannis Kirche zu einem Bilderbuch der Kunstgeschichte entwickelt und lässt sich daher keinem festen Baustil zuordnen, sondern beherbergt viele verschiedene Kunstepochen. Ein Besuch des einzigen noch erhaltenen mittelalterlichen Gebäudes der Stadt  ist also wie eine Zeitreise durch verschiedenste Zeitalter, die Schweinfurt durchlebt hat.

Altes Gymnasium

Am Martin-Luther-Platz, direkt vor der St. Johannis-Kirche, befindet sich ein Bauwerk der deutschen Renaissance von 1582/83: das Alte Gymnasium. Die Gründung dessen geht auf den Schwedenkönig Gustav Adolf zurück, von dem überliefert ist, dass er im sogar eine Universität gründen wollte. Nur der frühe Tod des Feldherrn hat dieses Vorhaben verhindert.

Seit 1934 ist das Alte Gymnasium Heimat eines Museums und zudem das Stammgebäude der Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt, die bereits 1890 gegründet wurden. Schwerpunkt der heimatgeschichtlichen Sammlung sind die Frühgeschichte seit dem 9.Jahrhundert, die Reichsstadtzeit, die Bürgerkultur, das Zunftleben und der Beginn der Industrialisierung. Ein Besuch des Alten Gymnasiums ist für alle Schweinfurter und Stadtinteressierten lohnenswert, um den geschichtlichen Hintergrund Schweinfurts zu erfahren. Momentan ist das Museum aufgrund von Renovierungsarbeiten bis auf weiteres geschlossen.

Ebracher Hof

Der Erbracher Hof, ehemaliges Zisterzienserkloster, liegt in der Schweinfurter Altstadt, direkt neben dem Museum Georg Schäfer und nur wenige Minuten vom Marktplatz entfernt. Nach den ausführlichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen  ist die Stadtbücherei im Mai 2007 in die Zehntscheune des Erbracher Hofs eingezogen.

Das historische Gebäude gehört in seiner erhaltenen Form zu den wichtigsten Renaissance-Bauwerken der Stadt Schweinfurt. Im Jahr 2008 wurde der Erbracher Hof sogar vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt zu den 24 besten Bauwerken deutschlands gekürt. Ob nun eine Übernachtung im Hotel Erbracher Hof oder zum Belauschen einer Lesung im freigelegten Gewölbekeller des Speicherbaus, ein Besuch des Erbracher Hofs bringt einige Eindrücke mit sich und ist sicher einen Besuch wert.

Schrotturm

Seit fast 400 Jahren wird das Stadtbild der südlichen Altstadt Schweinfurts durch den Schrotturm geprägt. Nur wenige Meter vom Rathaus entfernt befindet sich der durch Balthasar Rüffer III erbaute Treppenturm eines Renaissance-Hauses. Die frühere dreifache Kuppelhaube, auch „Welsche Haube“ genannt, wurde durch den heute zusehenden kegelförmigen Dachabschluss ersetzt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der ehemalige „Rüffelturm“ von Johann Christian Voit um fünf Stockwerke erhöht und somit zum heutigen Schrotturm. Diese Änderungen wurden zu Zwecken der Schrotherstellung vorgenommen, da sich dieses durch den Fall aus ausreichender Höhe hochwertig herstellen lies.

Heute kann man, zu den Büroszeiten der dort befindlichen Vereien, den Turm von innen besichtigen  und einen wunderbaren Blick über Schweinfurts Dächer erhaschen.

Der Namen wurde wahrscheinlich durch den Volksmund geprägt und ist der Krümmung der Gasse zu verdanken. Die Krumme Gasse ist mit ehemaligen Handwerkerhöfen aus verputztem Fachwerk bebaut und eines der schönsten Stadtquartiere der Schweinfurter Altstadt. Trotz notwendiger Sanierungsarbeiten aufgrund der Kriegsschäden ist hier der mittelalterliche Stadtgrundriss erhalten geblieben und man kann heute noch die vielen zwei- bis dreistöckigen Wohngebäude aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert bewundern. Ein Abstecher in die Krumme Gasse lohnt sich immer um ein bisschen gemütlich durch die Geschichte Schweinfurts zu schlendern und zu staunen.


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