Symbolbild: Pascal Höfig
Symbolbild: Pascal Höfig

Mit fingierter Nummer: Mehrere Anrufe durch falsche Polizeibeamte

Mehreren Anrufe mit fingierten Nummer

SCHWEINFURT. Im Laufe des frühen Donnerstagabends kam es bei Privatleuten zu mehreren Anrufen durch falsche Polizeibeamte. Hierbei versuchten die Täter mit einer fingierten Rufnummer zu täuschen und fragten nach zu Hause aufbewahrten Wertsachen.

„Kriminalpolizist“ am Telefon

Zwischen 18:00 und 19:00 Uhr klingelte bei vier verschiedenen Schweinfurter Bürgerinnen das Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich jeweils ein angeblicher Kriminalpolizist.

Den Angerufenen wurde erzählt, dass Einbrecher festgenommen worden seien, die Unterlagen bei sich gehabt hätten, aus denen Namen und Adresse der Privatleute hervorgingen. Aus vorgeblich vorsorglichen Gründen wurde durch den falschen Polizisten dann nach zu Hause befindlichen Wertgegenständen gefragt.

„Zur Aufbewahrung“

In einem Fall wurde sogar vereinbart, dass zeitnah zivile Polizisten vorbeikommen und die Gegenstände zur sicheren Aufbewahrung abholen würden – zu dem Treffen kam es jedoch nicht. Bei den anderen Anrufen wurde Verdacht geschöpft und die Angerufenen beendeten das Gespräch.

Die Täter sorgten bei ihren Anrufen dafür, dass im Display der Betroffenen die Rufnummer 09721/110 erschien und so der Eindruck der ‚Echtheit‘ des falschen Polizisten verstärkt werden sollte.

Warnung der Polizei

Die Masche ist der Polizei bereits bekannt und wird zunehmend festgestellt. Betroffen sind oft ältere Menschen, die gezielt von den Straftätern ausgesucht werden. Die Fingierung der Rufnummer erfolgt außerhalb behördlicher Kontrolle über einen Internetdienst. Dem Angerufenen soll die wahre Identität des Anrufers verschleiert werden (sog. Call ID Spoofing).

Die Polizei warnt vor den dreisten Tätern und weist darauf hin, dass die Notrufnummer der Polizei immer ohne Vorwahl gewählt werden kann und ein, von der Polizei ausgehender Anruf nie über die 110 geführt wird. Auch die Zusammensetzung der Rufnummer der örtlichen Polizeidienststellen beinhaltet nie die 110.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeipräsidium Unterfranken.

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