Die Schweinfurter Innenstadt: Rückertstraße. Foto: Pascal Höfig
Die Schweinfurter Innenstadt: Rückertstraße. Foto: Pascal Höfig

City-Analyse: Gute Einkaufsmöglichkeiten in Schweinfurt

Zwischenstand der City-Analyse CIMA

Seit Februar 2017 ist das Beratungsunternehmen CIMA von der Stadt Schweinfurt mit der City-Analyse beauftragt. Im Arbeitskreis Innenstadt am 16. Februar 2017 stellte sie die Planungen vor, vom 13. bis 15. März 2017 führten die Mitarbeiter der CIMA Passantenbefragungen an vier Standorten (Kesslergasse, Spitalstraße, Rüfferstraße/Schillerplatz, Jägersbrunnen) in der Schweinfurter Innenstadt durch. Insgesamt wurden an den drei Tagen 788 Passanten zu ihrem Besuchsverhalten und ihren Einschätzungen befragt.

Von den 788 befragten Passanten gaben 45 % an, zum Einkaufen gekommen zu sein. Im CIMA-Städtevergleich ist der Anteil der Einkaufenden in Schweinfurt leicht höher. Bummeln, Gastronomie und Dienstleistungen werden als Besuchsgrund deutlich häufiger genannt, als in anderen Städten. Gleiches gilt für den Besuchsgrund Arbeitsplatz. Besucher kommen aus sehr viel unterschiedlicheren Gründen in die Innenstadt als in anderen Städten, was für die Multifunktionalität der Schweinfurter Innenstadt spricht.

Einkaufsmöglichkeiten als Stärke

Als Stärken der Innenstadt wurden die Einkaufsmöglichkeiten (40 %), die Erreichbarkeit (40 %), die Gastronomie (26 %), die Aufenthaltsqualität (22 %), die Kultur (18 %) und die Dienstleistungen (14 %) im Rahmen der Frage mit Mehrfachantwortmöglichkeit benannt. Unter den sonstigen Nennungen wurde die Fußläufigkeit besonders betont.

Zu der Frage, welche Sortimente in der Schweinfurter Innenstadt fehlen, äußerste ein Viertel der Befragten, dass die Innenstadt eine ausreichende Angebotsauswahl bietet. In der Sortimentsgruppe Bekleidung wünschen sich die meisten Befragten eine größere Auswahl, insbesondere in den Bereichen hochwertiges Sortiment, Übergrößen, Herrenausstatter und Kinderbekleidung.

Darüber hinaus werden kleine Waren des Handwerks- und Haushaltsbedarfs vermisst. Auch wird die Markthalle als fehlend benannt. Im CIMA-Städtevergleich ist der Anteil derjenigen, die Bekleidung, Elektrogeräte, Sportartikel und Lebensmittel in der Innenstadt vermissen, in anderen Städten deutlich höher. Im Drogeriebereich liegt Schweinfurt im Durchschnitt. Bezüglich des gastronomischen Angebots wird beklagt, dass vieles erst in den Abendstunden öffnet. Auch wurde der Wunsch nach mehr Gaststätten mit deutscher Küche geäußert.

Innenstadt vs. Stadtgalerie

Zu dem Austausch zwischen Innenstadt und Stadtgalerie gaben 38 % der Befragten an, im Rahmen ihres Innenstadt-Aufenthalts auch die Stadtgalerie zu besuchen. Dieser Mittelwert relativiert sich bei den in der zentraleren Innenstadt befragten Passanten, wo nur rund 16 % die Stadtgalerie besuchen.

Bei der Frage zur Besuchshäufigkeit gaben zwei Drittel der Befragten an, die Innenstadt mindestens einmal die Woche aufzusuchen. Im CIMA-Städtevergleich ist der Anteil der mindestens einmal pro Woche in die Innenstadt kommenden Befragten leicht geringer ausgeprägt, als in anderen Städten.

E-Commerce-Risikoanalyse gestartet

Zum Thema Vorbereitung des Besuches im Internet gaben 9 % an, sich im Vorfeld online über Angebote oder Produkte informiert zu haben. Viele äußerten, dass eine Informationssuche nicht nötig sei, da das Schweinfurter Angebot bekannt ist.

Als weiterer Baustein neben der Passantenbefragung wurden bereits Qualitätschecks der Erdgeschossnutzungen durchgeführt. In dieser Woche startete darüber hinaus die e-Commerce-Risikoanalyse, im Rahmen derer die Online-Präsenz der Geschäfte untersucht wird.

Die Ergebnisse und zusammenfassende Auswertung der City-Analyse werden im Juli vorliegen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Schweinfurt.

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