Blaulicht im Rotlicht. Symbolfoto: Pascal Höfig
Blaulicht im Rotlicht. Symbolfoto: Pascal Höfig

Streit mit Bordellchefin eskaliert: Bissige Zwillingsschwestern

Angetrunkene Prostituierte

BAD KISSINGEN. In der Nacht von Sonntag auf Montag gerieten zwei angetrunkene Prostituierte an ihrem Arbeitsplatz mit ihrer Chefin in Streit. Dies mündete in eine handfeste Auseinandersetzung, bei der auch ein Gast helfend eingreifen wollte. Der Helfer sowie die Chefin wurden durch Bisse verletzt.

Die verständigten Polizisten konnten die Lage entspannen und nahmen die beiden Aggressorinnen in Gewahrsam. Dabei kam es zu Widerstandshandlungen und massiven Beleidigungen.

Mangelnde Arbeitsmoral

Gegen 03:30 Uhr bemerkte die Geschäftsführerin eines Bad Kissinger Bordellbetriebs, wie sich zwei ihrer Angestellten während der Arbeitszeit betranken.

Sie sprach die 44-jährigen Zwillingsschwestern auf ihre mangelnde Arbeitsmoral an. Dies endete in einem handgreiflichen Streit, in dessen Verlauf die 29-jährige Chefin an den Haaren gezogen und in den Arm gebissen wurde.

Gast angegriffen

Der Vorfall blieb von einem 43-jährigen männlichen Gast nicht unbemerkt und er entschloss sich zur Hilfeleistung. Dies verlief jedoch ohne Erfolg, nun wurde auch er Opfer mehrfacher Bissattacken.

Erst zwei hinzugerufene Polizeistreifen der Polizeiinspektion Bad Kissingen konnten die Situation in den Griff bekommen. Die beiden Prostituierten mussten gefesselt werden. Nun wurden auch die Beamten Ziel der Aggressionen – es erfolgten massive verbale Beleidigungen.

Schwestern in Gewahrsam

Ein Polizist sah sich Biss- und Trittversuchen ausgesetzt, konnte diese aber erfolgreich abwehren. Ein Faustschlag erwischte ihn jedoch am Kinn. Die merklich angetrunkenen Zwillingsschwestern wurden in Gewahrsam genommen und mussten die Nacht zur Ausnüchterung in Haft verbringen. Keiner der eingesetzten Beamten wurde ernstlich verletzt.

Die Geschäftsführerin und der Gast trugen leichte Verletzungen davon. Die beiden Zwillingsschwestern müssen sich nun ihrer Verantwortung im Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte stellen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeipräsidium Unterfranken.

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