Staatssekretärin Dorothee Bär zu Gast beim 14. Wirtschaftsforum Mainfranken 2017. Foto: Rudi Merkl
Staatssekretärin Dorothee Bär zu Gast beim 14. Wirtschaftsforum Mainfranken 2017. Foto: Rudi Merkl

14. Wirtschaftsforum Mainfranken

Starke Unternehmen brauchen starke Regionen

Mainfranken hat eine hohe Arbeitsplatzdichte mit starken Arbeitgebern in strategischen Zukunftsbranchen. Damit das so bleibt, gilt es vor allem, die Innovationskraft der Region zu erhalten, die Infrastruktur zu sichern und dem bereits heute spürbaren Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Politik, Wirtschaft und Verbände müssen eng miteinander kooperieren, um die Herausforderungen der regionalen Standortentwicklung gemeinsam zu meistern.

Gleichwertige Arbeitsbedingungen

Das 14. Wirtschaftsforum Mainfranken der Region Mainfranken GmbH und der Bezirksgruppe Unterfranken der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. am 11.05.17 widmet sich der Frage, welche Faktoren sich aktiv gestalten lassen, um im globalen Wettbewerb als Standort weiterhin attraktiv zu sein.

2013 hat Bayern das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in der Verfassung verankert. Um dies zu erreichen, muss den räumlichen Besonderheiten entsprechende Bedeutung zukommen.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist von attraktiven Standortbedingungen abhängig. Nur wenn alle Städte und Landkreise Mainfrankens stark sind, ist unsere Region als Lebens- und Arbeitsraum zukunftsfähig. Speziell die Sicherung und der Ausbau der Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Digitalisierung, Energie, Bildung, Gesundheit, Innovation und Wissenstransfer müssen deshalb im Fokus stehen.

Zentrale Herausforderung: Ausbau der Infrastruktur

„Die Digitalisierung ist Herausforderung und Chance zugleich. Die Digitalisierung ermöglicht ein profitables Wachstum der Wirtschaft durch innovative Produkte und Dienstleistungen und bietet auch sonst viele Vorteile: Von einer erhöhten Sicherheit im Verkehrssektor über die telemedizinische Versorgung bis hin zu einer gesteigerten Lebensqualität. Gerade der ländliche Raum als Heimat des Mittelstands zählt hier zu den Gewinnern.“, betonte Staatssekretärin Dorthee Bär in ihrer Rede. Voraussetzung sei jedoch, dass die Digitalisierung in den Köpfen der Unternehmer ankomme und die sich bietenden Potenziale ausgeschöpft würden – etwa im Bereich Industrie 4.0.

Gegenpol zu Metropolregionen

Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH brach eine Lanze für mehr regionale Kooperation: „Mainfranken hat nicht das eine Kraftzentrum, sondern viele sich ergänzende Kraftzentren. Arbeiten diese zusammen, schaffen sie Synergien, um so einen Gegenpol zu den benachbarten Metropolregionen zu bilden“. Den unter dem Dach der Region Mainfranken GmbH bislang so erfolgreichen Weg gelte es daher, gemeinsam weiterzugehen.

Dr. Hubert P. Büchs, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken, betonte, dass Bayern zu den führenden Technologiestandorten weltweit gehört. Zugleich warnte er aber davor sich auf dieser Spitzenposition auszuruhen: „Die Sicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bleibt eine Daueraufgabe. Vor allem die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet mit Riesenschritten voran. Unternehmen, die sich im Wettbewerb behaupten, sind neben eigenen Kompetenzen auch auf eine hervorragende öffentliche Infrastruktur angewiesen. Sie benötigen zuverlässige Verkehrssysteme genauso wie eine sichere Energieversorgung zu bezahlbaren und wettbewerbsfähigen Preisen, moderne Kommunikationsnetze und leistungsfähige eGovernment-Lösungen.“

Kooperationen mit Hochschulen

Als Vertreter der Wirtschaft machten Robert Schuhman, Geschäftsführer der FIS-ASP GmbH aus Grafenrheinfeld und Adelbert Demar, Geschäftsführer der IFSYS GmbH aus Großbardorf den anwesenden Unternehmensvertretern Mut, Kooperationen mit den regionalen Hochschulen einzugehen. „Gerade im IT-Bereich ist der Fachkräftemangel besonders gravierend. Hier fühlen wir uns durch die Nähe zur Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und Universität Würzburg mit ihren IT-Studiengängen gut aufgehoben.“, so Schuhmann.

Für Demar spiele besonders das Know-how der FHWS im Bereich Industrie 4.0 eine gewichtige Rolle. Externes Wissen fördere den unternehmerischen Innovationsprozess, die ein Mittelständler alleine nur schwer in Gang setzen könne.

Ausbau der A7

Landrat Eberhard Nuß hob in seiner Funktion als stv. Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH die Bedeutung des Verkehrssektor hervor. Der von der Region geforderte schnellstmögliche sechsspurige Ausbau der BAB A7 zwischen Schweinfurt/Werneck und Biebelried sei für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Mainfranken genauso essentiell, wie die Realisierung eines mainfränkischen Verkehrsverbunds. „Hier sind die notwendigen politischen Beschlüsse gefasst – diese gilt es nun, auf fachlicher Ebene umzusetzen“, so Nuß.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Region Mainfranken GmbH.

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