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Heiße Temperaturen – Symbolbild: Pascal Höfig

Hitze! Tipps für die heißen Tage

Vorsorge und Selbsthilfe

WÜRZBURG. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein – der „Sommer“ zeigt sich voraussichtlich bereits in den nächsten Tagen von seiner schönsten Seite. So könnten eventuell bereits wieder Temperaturen von 30 Grad erreicht werden.

Hitze nicht ungefährlich

Den Hitzerekord in Deutschland stellte bekanntlich Kitzingen im Juli 2015 mit 40,3 Grad Celsius auf. Doch solche hohen Temperaturen können auch ihre Schattenseiten haben.

So starben im Sommer 2003 Schätzungen zufolge alleine in Frankreich rund 11.500 Menschen in Folge der hohen Temperaturen. Besonders Ältere und Kranke, aber auch Säuglinge und Kleinkinder sind bei langanhaltenden Hitzeperioden gefährdet.  Auch den geliebten Vierbeinern macht das Wetter zu schaffen.

Was tun, wenn es dem Hund zu heiß wird?

Die „gefühlten Temperatur“

Klettert das Thermometer über 30 Grad spricht man von einem heißen Tag. Aber allein das Thermometer sagt noch nichts über die Wärmebelastung aus.

Sie wird mittels der sogenannten Gefühlten Temperatur bewertet. Diese Größe berücksichtigt alle Faktoren, die den menschlichen Wärmehaushalt bestimmen.

Bei warmen Temperaturen, schwachem Wind und hoher Luftfeuchtigkeit, spricht man von Schwüle. Viele Menschen empfinden große Schwülewerte als extrem unbehaglich, weil die natürlichen Anpassungsvorgänge des Organismus oft nicht ausreichen, um z.B. durch Schweißverdunstung dem Körper Wärme zu entziehen und damit abzukühlen.

Tipps für das Verhalten an heißen Tagen

Aber kleine Tricks helfen, um auch besonders heiße Tage gut zu überstehen:

• Trage lockere Kleidung

• Mindestens 2 – 3 Liter pro Tag trinken, möglichst Mineralwasser oder verdünnte Säfte

• Vermeide koffeinhaltige Getränke und Alkohol

• Nehme möglichst nur leichte Kost zu dir

• Decke deinen Mineralverlust, zum Beispiel durch salzhaltige Lebensmittel

• Körperliche Anstrengungen vermeiden

• Schatten aufsuchen

• Trage in der Sonne stets eine Kopfbedeckung

• Körperlichen Aktivitäten im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden legen

• Für ausreichende Getränkevorräte sorgen

• Sparsam mit Brauchwasser umgehen

Alarmzeichen des Körpers beachten

Achte auch auf die Alarmzeichen, die der Körper sendet. Bei Krämpfen in Armen und Beinen oder Bauch, Schwindel, Schwäche oder bei Anzeichen für Austrocknung rufe umgehend Hilfe bzw. einen Arzt.

Falls du diese Anzeichen bei deinen Mitmenschen beobachtest, bring die betroffene Person an einen schattigen, kühlen Ort und lockern ihre Kleidung. Auch ein Glas ungekühltes Mineralwasser hilft bei Überhitzung.

Warnkriterien für amtliche Hitzewarnungen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Warnkriterien für amtliche Hitzewarnungen entwickelt. Dabei wird zwischen starker Wärmebelastung und extremer Wärmebelastung unterschieden.

Starke Wärmebelastung:

Wetterlage, die meist über mehrere Tage hohe Temperaturen, relativ hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Windbewegung und intensive kurz- und langwellige Sonneneinstrahlung aufweist.

Die Gefühlte Temperatur* liegt über etwa 32°C. Aufgrund eines Akklimatisationseffektes kann dieser Schwellenwert bei frühen Hitzewellen und in nördlichen Breiten etwas niedriger, im Hochsommer und in südlichen Breiten etwas höher liegen.

Extreme Wärmebelastung:

Wetterlage, die meist über einen längeren Zeitraum extreme Temperaturen, relativ hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Windbewegung, intensive kurz- und langwellige Sonneneinstrahlung und eine geringe nächtliche Abkühlung aufweist.

Die Gefühlte Temperatur* liegt über etwa 38°C. Aufgrund eines Akklimatisationseffektes kann dieser Schwellenwert bei frühen Hitzewellen und in nördlichen Breiten etwas niedriger, im Hochsommer und in südlichen Breiten etwas höher liegen.

Der Deutsche Wetterdienst informiert u.a. hier über die Wetterlage in Bayern.

* Die Gefühlte Temperatur beschreibt den Wärmehaushalt des Menschen und ist abhängig von der Lufttemperatur, der Luftfeuchte, den Strahlungs- und Windverhältnissen aber auch vom jeweiligen Menschen selbst und dessen Bekleidung.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken.

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